Intel beendet Programm für Sicherheitslücken mit bis zu 100.000 Dollar Belohnung
Intel hat sein langjähriges Programm zur Belohnung von Sicherheitsforschern mit bis zu 100.000 US-Dollar eingestellt. Das Unternehmen stellt auf einen neuen Mechanismus für verantwortungsvolle Offenlegung ohne Bargeldprämien um.

Intel hat sein etabliertes Programm zur Belohnung von Sicherheitsforschern eingestellt, das Forschern bis zu 100.000 US-Dollar für die Entdeckung von Sicherheitslücken bot. Das Unternehmen stellt auf ein neues Meldesystem auf der Intigriti-Plattform um, das als Projekt für verantwortungsvolle Offenlegung ausgewiesen ist und keine finanziellen Anreize mehr bietet.
Im Rahmen des früheren Programms, das 2017 gestartet und 2018 für alle Forscher geöffnet wurde, konnten Einzelpersonen Belohnungen von 250 US-Dollar für geringfügige Probleme bis zu einem Maximum von 100.000 US-Dollar für kritische Schwachstellen erhalten. Das Programm trug dazu bei, dass Intel zahlreiche Fehler beheben konnte, bevor sie ausgenutzt werden konnten. Fast die Hälfte der von Intel im Jahr 2020 behobenen Schwachstellen stammte aus dieser Initiative.
Obwohl Intel keinen offiziellen Grund für die Einstellung genannt hat, passt die Entscheidung zu breiteren Branchentrends, die möglicherweise durch den Aufstieg der künstlichen Intelligenz beeinflusst werden. Die Zunahme von KI-generierten Sicherheitsberichten hat Berichten zufolge die Betreuer von Open-Source-Projekten überlastet und zu einem signifikanten Anstieg der Einreichungen geführt. Dieses Problem hat dazu geführt, dass andere Projekte wie Curl aufgrund des Ansturms von minderwertigen automatisierten Einreichungen ihre eigenen Prämienprogramme eingestellt haben.
Forscher können weiterhin Schwachstellen in Intels Hardware, Firmware, Software und Open-Source-Projekten über das neue Intigriti-Portal melden. Die früheren finanziellen Anreize für solche Entdeckungen wurden jedoch abgeschafft, was eine bemerkenswerte Änderung in der Art und Weise darstellt, wie das Unternehmen externe Sicherheitsforschung angeht.