Intel erwartet 600 Millionen Dollar Verlust nach Zwischenfall in israelischem Werk
Ein zweiwöchiger Produktionsstopp im Intel-Werk Fab 28 nach einer Explosion belastet die Bilanzen für das vierte Quartal und das Folgejahr.
Intel-Finanzvorstand Dave Zinsner gab während der jüngsten Bilanzpressekonferenz bekannt, dass eine Explosion im israelischen Halbleiterwerk Fab 28 zu Umsatzeinbußen von etwa 600 Millionen US-Dollar führen wird. Die Anlage in Kiryat Gat war infolge des Vorfalls für rund zwei Wochen vollständig stillgelegt.
Bei dem Unglück am 14. Oktober kamen zwei Personen ums Leben, eine weitere wurde schwer verletzt. Die wirtschaftlichen Folgen betreffen vor allem die Fertigung von Server-Prozessoren im 10-Nanometer-Bereich. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Bruttomarge im vierten Quartal um etwa 200 Basispunkte sinken wird, wobei die negativen Effekte bis in das erste Quartal 2027 anhalten dürften.
Die Umsatzprognose für das vierte Quartal liegt mit 15 bis 16 Milliarden US-Dollar unter den Markterwartungen. Neben der Wiederanlaufphase der Produktion belasten ein weiterhin schwacher PC-Markt sowie Engpässe bei Speicherkomponenten die kurzfristigen Aussichten des Chipherstellers.