Intel Foundry gewinnt Fortinet als ersten benannten Chip-Fertigungskunden
Intels Foundry-Sparte hat mit dem Cybersicherheitsunternehmen Fortinet seinen ersten namentlich genannten Unternehmenskunden gewonnen. Fortinet wird Intels Fertigungskapazitäten zur Herstellung seiner nächsten Generation von Sicherheitschips nutzen.

Intel gab am Dienstag bekannt, dass das Cybersicherheitsunternehmen Fortinet die Foundry-Dienste des Chipherstellers für die Produktion seiner nächsten Generation von Sicherheitschips nutzen wird. Damit ist Fortinet der erste offiziell genannte Unternehmenskunde für Intels Chipfertigungssparte unter CEO Lip-Bu Tan, der sein Amt im März 2025 antrat. Der SP6-Sicherheitschip wird im Intel 4-Prozess gefertigt.
Diese Vereinbarung stellt einen bedeutenden Erfolg für Intels Foundry-Geschäft dar, das darauf abzielt, auf dem wettbewerbsintensiven Halbleitermarkt Fuß zu fassen. Intel sucht nach namhaften Kunden, insbesondere für seine fortschrittlichsten Prozesstechnologien wie 14A und 18A, um seine erheblichen Investitionen in neue Fertigungsanlagen zu rechtfertigen. Der für Fortinets Chips verwendete Intel 4-Prozess ist eine etablierte Technologie, die sich für spezialisierte Chips wie ASICs im Netzwerkbereich eignet.
Auch wenn Fortinet möglicherweise nicht die gleiche Bekanntheit wie Unternehmen wie Apple oder Microsoft hat, agiert es in einem wichtigen und wachsenden Sektor, der von der steigenden Nachfrage nach fortschrittlicher Cybersicherheit, insbesondere mit dem Aufkommen von KI, angetrieben wird. Diese Partnerschaft könnte das Vertrauen von Chipdesignern und Investoren in Intels Foundry-Fähigkeiten stärken.
Intel hat zuvor Verträge für die Produktion von Chips in geringeren Stückzahlen mit Unternehmen wie Microsoft und Amazon geschlossen. Auch das US-Verteidigungsministerium nutzt die Foundry-Dienste von Intel. Das Unternehmen wird voraussichtlich am Donnerstag nach Börsenschluss seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal veröffentlichen.