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Investoren richten Blick auf Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

30 Prozent der befragten Investoren in Deutschland haben bereits in Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie investiert. Knapp die Hälfte plant, in den kommenden zwölf Monaten zu investieren.

23. September 2026
Investoren richten Blick auf Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

Die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) stößt bei Investoren in Deutschland auf wachsendes Interesse. Dies geht aus einer Umfrage von KfW Research und dem Bundesverband Beteiligungskapital hervor, wonach 30 Prozent der Investoren bereits in SVI-Unternehmen investiert haben.

Besonders attraktiv sind dabei Unternehmen mit hohem „Dual-Use“-Potenzial, deren Produkte sowohl zivil als auch militärisch eingesetzt werden können. Bereiche wie Cyberabwehr, Robotik, künstliche Intelligenz sowie Überwachungs- und Aufklärungssysteme werden von einer Mehrheit der Investoren als sehr attraktiv eingestuft. Klassische militärische Sektoren wie Waffensysteme oder militärische Fahrzeuge rangieren weiter unten in der Beliebtheitsskala.

Fast die Hälfte der befragten Beteiligungsinvestoren (45 Prozent) plant, in den kommenden zwölf Monaten in SVI-Unternehmen zu investieren. Diese Investitionen werden jedoch meist opportunistisch getätigt, abhängig von attraktiven Gelegenheiten, und nicht als Teil einer dezidierten SVI-Fondsstrategie.

Als größte Hindernisse für Investitionen in der SVI werden regulatorische Hürden genannt, insbesondere im Hinblick auf ESG-Anforderungen (Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung). Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW, erwartet, dass die Bedeutung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Deutschland zunehmen wird, wobei junge, innovative Unternehmen schnell Lösungen für neue Bedrohungen entwickeln können.

Die Investitionen in den Bereichen Defense-Tech und Dual Use im deutschen Venture-Capital-Markt sind signifikant gestiegen. Während im Jahr 2019 das Dealvolumen bei 28 Millionen Euro lag, erreichte es 2024 fast 800 Millionen Euro.

Originalquelle: kfw.de