Unsichtbare Arbeitslast für weibliche Führungskräfte bremst Karriereaufstieg
Eine Studie zeigt, dass über 80 % der weiblichen Führungskräfte einen erheblichen Teil ihrer Arbeitswoche für fürsorgliche Aufgaben aufwenden, die ihre Karriere nicht fördern.

Viele weibliche Führungskräfte leisten unerkannte und unbezahlte Arbeit, die ihren beruflichen Aufstieg behindert. Diese „unsichtbare Arbeit“ umfasst häufig emotionale Arbeit, wie die Vermittlung bei Konflikten, die Unterstützung von Kollegen und die Pflege interner Beziehungen im Unternehmen. Obwohl diese Aufgaben die Arbeitsplatzatmosphäre und Effizienz verbessern, spiegeln sie sich in der Regel nicht in Leistungsbeurteilungen wider oder führen zu Beförderungen.
Eine Studie der Harvard Business School ergab, dass über 80 Prozent der weiblichen Führungskräfte mindestens 30 Prozent ihrer Arbeitswoche für fürsorgliche Aufgaben aufwenden. Fast 60 Prozent berichteten, dass die emotionale Arbeit im vergangenen Jahr zugenommen hat. Diese Arbeitsbelastung kann die Fähigkeit von Frauen beeinträchtigen, sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren, und zu Burnout beitragen.
Der berufliche Aufstieg von Frauen wird auch durch sozialisierte Verhaltensweisen wie Perfektionismus, Gefallsucht und das Verbergen von Schwierigkeiten behindert. Diese Eigenschaften, die oft früh in der Karriere belohnt werden, können dazu führen, dass Frauen Aufgaben übernehmen, die nicht zu ihrer Beförderung beitragen. Während individuelle Ratschläge wie das Setzen von Grenzen wichtig sind, müssen auch Arbeitsplätze diese Art von Arbeit anerkennen und belohnen.
Studien zeigen, dass die von Frauen verrichtete „Bürohausarbeit“ nicht zu Beförderungen führt, wie es bei Männern der Fall ist. Darüber hinaus sind Frauen eher als Männer bereit, Aufgaben mit geringem Beförderungspotenzial zu übernehmen, und sind eher bereit, diese anzunehmen, wenn sie darum gebeten werden. Dies schafft ein strukturelles Hindernis für die Karriereentwicklung von Frauen, bei dem ihre Beiträge unerkannt und unbelohnt bleiben.