Ipsen: Finanzielle Stabilität der GKV muss gute Versorgung sichern
Das Biopharmaunternehmen Ipsen erklärt, die finanzielle Stabilität der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sei sinnlos, wenn sie keine gute Versorgung ermögliche. Das Unternehmen warnt vor neuen Regulierungen.

Das Biopharmaunternehmen Ipsen hat Bedenken hinsichtlich geplanter Reformen im System der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) geäußert. Laut Ipsen verliert die finanzielle Stabilität der GKV ihre Bedeutung, wenn sie nicht die bestmögliche Patientenversorgung gewährleistet.
Gabriele Kothny, General Manager DACH bei Ipsen, erklärte in einem Interview, dass der geplante Gesetzesentwurf zur Stabilisierung des Beitragssatzes der GKV (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz) die Innovationskraft und wirtschaftliche Entwicklung der Branche in Deutschland dauerhaft schwächen könnte. Dies könne laut Kothny die Position Deutschlands als Innovationsstandort gefährden.
Kothny betonte, dass die Entwicklung von Therapien, insbesondere für seltene Erkrankungen, risikoreich sei. Neue Preisgestaltungsmechanismen und Austauschbarkeitslogiken machten den deutschen Markt unberechenbarer. Sie wies auch auf den verschärften internationalen Wettbewerb hin, wobei sie die Preispolitik der USA und Chinas Investitionen in die Forschung als Faktoren nannte, die den Druck auf Europa erhöhten.
Laut Kothny könnten die GKV-Reformen den Zugang zu innovativen Therapien erschweren, was insbesondere kleine und vulnerable Patientengruppen beträfe. Sie unterstrich, dass Innovationen kein Luxus, sondern oft die einzige Hoffnung für viele schwer kranke Menschen, insbesondere für solche mit seltenen Erkrankungen, seien.
Ipsen ist seit über 40 Jahren in Deutschland tätig und konzentriert sich auf Behandlungen in den Bereichen Onkologie, Neurologie und seltene Krankheiten. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland über 200 Mitarbeiter und hebt die Bedeutung stabiler und vorhersehbarer Rahmenbedingungen hervor.