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Ipsos-Studie: Mehrheit glaubt, andere leben in Filterblasen

Eine 27-Länder-Studie von Ipsos zeigt, dass Menschen glauben, andere leben in Internet-Filterblasen und seien anfälliger für "Fake News" als sie selbst.

11. Juni 2026
Ipsos-Studie: Mehrheit glaubt, andere leben in Filterblasen
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Eine umfassende Studie von Ipsos, die in 27 Ländern durchgeführt wurde, deckt eine deutliche Diskrepanz auf, wie Einzelpersonen ihren eigenen Medienkonsum im Vergleich zu dem anderer wahrnehmen. Die Forschung unter 13.500 Erwachsenen deutet auf den weit verbreiteten Glauben hin, dass andere Menschen tiefer in Online-Filterblasen gefangen sind.

Bemerkenswerterweise glaubt eine Mehrheit der Befragten, dass andere sich hauptsächlich mit Gleichgesinnten online beschäftigen und nach Meinungen suchen, die mit ihren bestehenden Ansichten übereinstimmen. Umgekehrt geben weniger Personen zu, dieses Verhalten bei sich selbst zu zeigen, was auf eine Tendenz hindeutet, diese Gewohnheiten auf andere zu projizieren.

Ein ähnliches Muster zeigt sich, als die Teilnehmer nach ihrer Fähigkeit befragt wurden, „Fake News“ zu unterscheiden. Während Einzelpersonen generell großes Vertrauen in ihre eigene Fähigkeit hatten, echte Nachrichten von erfundenen Geschichten zu unterscheiden, äußerten sie auch die Überzeugung, dass die durchschnittliche Person Schwierigkeiten mit dieser Unterscheidung hat. Dies deutet auf eine allgemeine Überschätzung der persönlichen Medienkompetenz im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung hin.

Die Studie untersuchte auch, wie die Öffentlichkeit „Fake News“ definiert. Die häufigsten Interpretationen umfassten Geschichten mit sachlichen Ungenauigkeiten (56 %) und Fälle, in denen Nachrichtenagenturen oder Politiker selektiv Fakten präsentieren, um ihre Agenda zu unterstützen (44 %). Ein erheblicher Teil (36 %) betrachtete „Fake News“ auch als einen Begriff, der von Politikern und den Medien verwendet wird, um unerwünschte Berichte zu diskreditieren.

Auf die Frage nach den Gründen für falsche Vorstellungen in der Öffentlichkeit über gesellschaftliche Themen wie Einwanderung oder Kriminalitätsraten nannten die Befragten am häufigsten Politiker (52 %) und die Medien (49 %) als irreführend. Persönliche Vorurteile und eine Konzentration auf negative Informationen (44 %) sowie Fehlinformationen, die über soziale Medien verbreitet werden (41 %), wurden ebenfalls als bedeutende Faktoren identifiziert.

Originalquelle: ipsos.com