Ipsos-Studie: Soziale Kohäsion weltweit unter Druck
Eine neue globale Studie von Ipsos zeigt, dass die soziale Kohäsion während der Pandemie nachgelassen hat. Die Forschung ergibt, dass deutlich mehr Bürgerinnen und Bürger eine schwache als eine starke soziale Kohäsion berichten.

Das globale Forschungsunternehmen Ipsos hat einen Bericht veröffentlicht, der darauf hindeutet, dass die soziale Kohäsion weltweit "unter Druck steht". Laut der Studie erleben fast doppelt so viele Bürgerinnen und Bürger weltweit eine "schwache" soziale Kohäsion im Vergleich zu denen, die eine "solide" Kohäsion berichten.
Der Ipsos Social Cohesion Index (ISCI) misst die Kohäsion anhand von drei Kernaspekten: soziale Beziehungen, Verbundenheit und Fokus auf das Gemeinwohl. Die Forschung wurde im Oktober 2020 in 27 Ländern durchgeführt, um Daten für Diskussionen über die gesellschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zu liefern.
Die Ergebnisse zeigen, dass nur sechs Länder – China, Saudi-Arabien, Australien, Indien, Malaysia und Schweden – ein nettopositives Maß an sozialer Kohäsion aufwiesen. Umgekehrt zeigten die meisten Länder, darunter Japan, Südkorea, Polen, Frankreich und Belgien, eine nettonative Situation.
Ipsos betont die Besorgnis über niedrige Werte der sozialen Kohäsion, insbesondere angesichts der Unsicherheit und der zukünftigen Herausforderungen, die sich aus der Pandemie ergeben. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in den meisten Ländern berichtet jedoch über ein "mäßiges" (soft) Maß an Kohäsion, was darauf hindeutet, dass sich ihre Einschätzung je nach Entwicklung der nationalen und persönlichen Umstände positiv oder negativ verändern könnte.