Ipsos-Umfrage: 9 Prozent der Erwachsenen identifizieren sich als LGBT+
Eine Ipsos Global Advisor-Umfrage in 30 Ländern zeigt, dass sich durchschnittlich 9 Prozent der Erwachsenen als LGBT+ identifizieren. Jüngere Generationen identifizieren sich eher als LGBT+ als ältere.

Durchschnittlich 9 Prozent der Erwachsenen weltweit identifizieren sich als LGBT+, so eine neue Umfrage von Ipsos Global Advisor, die 30 Länder umfasst. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Generationen: 18 Prozent der Gen Z identifizieren sich als LGBT+, verglichen mit nur 4 Prozent der Baby Boomer.
In Bezug auf die sexuelle Orientierung identifizieren sich weltweit 3 Prozent der Erwachsenen als lesbisch oder schwul, 4 Prozent als bisexuell, 1 Prozent als pansexuell oder omnisexuell und 1 Prozent als asexuell. Darüber hinaus identifizieren sich 1 Prozent als transsexuell und 1 Prozent als nicht-binär, gender non-konform oder genderfluid. Der Anteil der selbstidentifizierten LGBT+-Personen variiert stark von Land zu Land, von 15 Prozent in Brasilien bis 4 Prozent in Peru.
Die Sichtbarkeit der LGBT+-Gemeinschaft hat in den letzten zwei Jahren zugenommen. Weltweit gibt die Hälfte der Erwachsenen im Durchschnitt an, jemanden zu kennen, der homosexuell oder lesbisch ist, ein Viertel kennt jemanden, der bisexuell ist, und etwa ein Achtel kennt jemanden, der transsexuell oder nicht-binär ist. Frauen und jüngere Erwachsene berichten häufiger, LGBT+-Personen zu kennen.
Die Unterstützung für gleichgeschlechtliche Ehen und Adoptionen hat in den meisten Ländern eine Mehrheit, hat sich jedoch in einigen westlichen Ländern seit 2021 leicht abgeschwächt. Die Unterstützung für den Schutz von Transgender-Personen vor Diskriminierung am Arbeitsplatz und bei der Wohnungssuche ist breiter als für andere Maßnahmen. Jüngere Altersgruppen und Frauen neigen dazu, Transgender-bezogene Maßnahmen stärker zu unterstützen, mit erheblichen Unterschieden zwischen den Ländern.