Iraks Online-Shopping langsam, stationärer Handel bleibt wichtig
Nur 21 % der irakischen Bevölkerung hat in den letzten sechs Monaten online eingekauft. Eine Ipsos-Studie zeigt, dass der Online-Handel zwar Bequemlichkeit bietet, aber persönliche Einkaufserlebnisse für viele unersetzlich bleiben.

Nur ein Fünftel der irakischen Bevölkerung hat in den letzten sechs Monaten online eingekauft, was darauf hindeutet, dass der E-Commerce im Land noch in den Anfängen steckt. Laut einer im August 2025 veröffentlichten Studie von Ipsos ist die Nutzung des Online-Handels bei Irakern mit höherem Einkommen (31 %) und in der Region Kurdistan (32 %) am höchsten.
Der traditionelle Einzelhandel bleibt jedoch stark. Während fast die Hälfte der Online-Käufer erwartet, in Zukunft mehr online einzukaufen, geben 47 % an, dass das Einkaufserlebnis im Geschäft unersetzlich ist. Diese Dualität spiegelt die Denkweise des "Hybrid-Shoppers" wider, bei der der Online-Handel Bequemlichkeit bietet, das physische Geschäft jedoch eine wichtige Rolle in der Kundenreise spielt.
Bequemlichkeit ist mit 87 % der am häufigsten genannte Grund für Online-Einkäufe. Auch Preise (47 %) und Werbeaktionen (40 %) sind wichtige Motivatoren. Social-Media-Seiten sind mit 82 % der Online-Käufer die mit Abstand beliebteste Einkaufsplattform.
Die Studie basiert auf Umfragen mit 916 repräsentativen irakischen Befragten, die telefonisch landesweit durchgeführt wurden. Sie liefert Einblicke in das sich entwickelnde Konsumverhalten auf dem irakischen Markt und beleuchtet die Bedeutung sowohl digitaler als auch physischer Vertriebskanäle.