📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Professionelle Dienstleistungen

IT rückt ins strategische Zentrum italienischer Finanzinstitute

Eine neue Studie zeigt, dass 65 % der italienischen Finanzinstitute die IT nun als zentralen Pfeiler ihrer Industriestrategie betrachten, was auf eine gewachsene digitale Reife hindeutet.

16. Juni 2026
IT rückt ins strategische Zentrum italienischer Finanzinstitute

Im italienischen Finanzsektor vollzieht sich ein bedeutender Wandel: Die IT wird zunehmend als Kernstück der Industriestrategie positioniert, wie eine Studie von Cetif Research und Reply aufzeigt. Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass 65 % der italienischen Finanzinstitute die IT mittlerweile als strukturellen Hebel für ihr Geschäft betrachten und somit über ihre traditionelle Rolle als reine Supportfunktion hinausgehen. Diese Entwicklung signalisiert eine reifere Phase der digitalen Transformation, die durch gefestigte technologische Entscheidungen und eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen IT und Geschäftsbereichen gekennzeichnet ist.

Die IT-Strategie spielt eine Schlüsselrolle bei der Festlegung von Investitionsprioritäten, der Steuerung von Modernisierungsinitiativen und der Bewältigung komplexer regulatorischer und technologischer Herausforderungen. Die Studie ergab zudem, dass 72 % des Marktes die Optimierung des operativen Geschäfts (Operations) als wichtigsten Innovationsmotor ansehen. Finanzinstitute investieren verstärkt in Prozesse, die nah am Geschäftsbetrieb und an den Kundeninteraktionen angesiedelt sind, und erkennen im operativen Bereich das Segment mit der höchsten digitalen Reife.

Die IT-Nachfrage zeigt eine deutliche Polarisierung. In Bereichen wie Operations, Marketing und Kundenservice ist die Nachfrage zu über 75 % evolutionär geprägt und konzentriert sich auf die Entwicklung neuer Funktionalitäten und die Verbesserung von Kundenwegen. Für Governance- und Supportprozesse ist die Nachfrage ausgewogener, wobei etwa 55 % sowohl korrigierende als auch evolutionäre Eingriffe umfassen, was auf eine Konsolidierungsphase hindeutet.

Investitionen werden strategisch auf Projekte priorisiert, die Integration, Skalierbarkeit und Kundenbindung ermöglichen. Über 65 % der strategischen Initiativen betreffen Omnichannel-Fähigkeiten, die Personalisierung von Kundenwegen und die Entwicklung von API-basierten Plattformen. Im Gegensatz dazu haben Infrastrukturprojekte oder Initiativen mit geringerer direkter Verbindung zur Kundenerfahrung an Priorität verloren.

Die Haupthindernisse für die Geschwindigkeit der digitalen Transformation sind laut knapp 80 % der Finanzinstitute regulatorische Komplexität und lange Implementierungszeiten. Auch hohe Integrationskosten und Herausforderungen im Datenmanagement stellen erhebliche Hürden für den Fortschritt dar.

Originalquelle: reply.com