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Liquiditätsrisiken nehmen im italienischen B2B-Geschäft zu

Italienische Unternehmen verzeichnen laut Atradius zunehmende Zahlungsverzögerungen und Liquiditätsengpässe, die den Geschäftsbetrieb belasten.

1. November 2026

Italiens B2B-Sektor sieht sich mit einer Verschärfung der Zahlungsmoral konfrontiert. Ein aktueller Bericht von Atradius verdeutlicht, dass die Abhängigkeit von Handelskrediten in Italien zugenommen hat: Fast zwei Drittel der B2B-Umsätze werden auf Kreditbasis getätigt, ein Wert, der deutlich über dem westeuropäischen Durchschnitt liegt.

Die Zahlungsziele in Italien sind vergleichsweise lang, und die tatsächliche Abwicklung dauert oft deutlich länger als in anderen europäischen Ländern. Etwa ein Viertel aller Rechnungen ist überfällig, was den Druck auf das Betriebskapital der Unternehmen erhöht. Während in anderen europäischen Ländern verstärkt auf interne Effizienzsteigerungen gesetzt wird, konzentrieren sich italienische Unternehmen primär auf eine engere Kundenbindung und den Einsatz von Kreditversicherungen, um die Risiken abzufedern.

Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt. Höhere Kosten und eine erschwerte Kreditvergabe führen dazu, dass viele italienische Firmen signifikante Forderungsausfälle zwischen 5 und 10 Prozent melden. Da die Nachfrage schwach bleibt, rechnen die Unternehmen kurzfristig weder mit einer Verbesserung der Zahlungseingänge noch mit einem Rückgang der Insolvenzrisiken.

Originalquelle: atradius.de