Italiens Städte kassieren Millionen durch Blitzer-Bußgelder
Italienische Städte nehmen hohe Summen durch Geschwindigkeitsübertretungen ein. Allen voran Florenz, was sich auf Reisende auswirkt. Zehn Städte erwirtschafteten zusammen über 63 Millionen Euro.
Städtische Verwaltungen in Italien erzielen erhebliche Einnahmen aus Geschwindigkeitskontrollen. Insbesondere für ausländische Reisende können die Bußgelder schnell teuer werden. Allein die zehn umsatzstärksten Städte in Bezug auf die Einnahmen aus Geschwindigkeitsverstößen lagen 2025 zusammen bei über 63,6 Millionen Euro.
Die Stadt Florenz führt die Liste der Blitzer-Einnahmen mit fast 20 Millionen Euro an. Bologna, Mailand und Padua folgen mit bedeutenden Beträgen. Gleichzeitig mussten rund 850 Radaranlagen vorerst stillgelegt werden, da neue einheitliche Zertifizierungsstandards eingeführt wurden.
Die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten in Italien betragen innerorts 50 km/h, außerorts 90 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h und auf Autobahnen 130 km/h. Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen sind oft höher als in Deutschland; beispielsweise beginnen Strafen für 20 km/h zu viel bei 175 Euro.
Eine neue Verordnung der italienischen Regierung zielt darauf ab, einheitliche Standards für die Verkehrsüberwachung zu schaffen. Betroffene Messgeräte müssen nun zertifiziert werden, was zur vorübergehenden Abschaltung hunderter Blitzer geführt hat.