IV-Infusionen zur "Entgiftung" führten zu Vergiftungen
Über 30 Personen in vier US-Bundesstaaten wurden durch Bakterientoxine vergiftet, nachdem sie IV-Infusionen in Wellness-Kliniken erhalten hatten. Die Fälle stehen im Zusammenhang mit sogenannten "Entgiftungs"-Behandlungen.

Mehr als 30 Menschen in den Vereinigten Staaten sind nach der Verabreichung von intravenösen Infusionen in Wellness-Kliniken durch Bakterientoxine schwer erkrankt. Die Vorfälle werden in vier Bundesstaaten untersucht.
Die Betroffenen erhielten IV-Infusionen, die Glutathion enthielten. Diese Substanz wird ohne ausreichende Beweise für Zwecke wie Entgiftung, Immununterstützung, Steigerung der Energie und Aufhellung der Haut beworben. Glutathion ist ein natürlich vorkommendes Antioxidans im Körper, dessen potenzielle therapeutische Anwendungen erforscht werden.
Das Hauptproblem, das von den Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) und der Food and Drug Administration (FDA) identifiziert wurde, betrifft spezialisierte Compounding-Apotheken. Diese sollen Glutathionpulver verwendet haben, das für orale Nahrungsergänzungsmittel bestimmt ist, anstatt der für injizierbare Medikamente erforderlichen gereinigten, sterilen Produkte.
Gesundheitsbehörden geben an, dass die Verwendung von nicht ordnungsgemäß klassifiziertem Glutathion für die intravenöse Verabreichung zur bakteriellen Kontamination und den daraus resultierenden Vergiftungen geführt hat. CDC und FDA untersuchen den Fall weiter und warnen Verbraucher vor den Risiken solcher Behandlungen.