Jane Goodall Institut USA und FormationQ erforschen mit Quantencomputern die ökologischen Ursachen von Krieg und Frieden
Das Jane Goodall Institut (JGI) USA und FormationQ starten ein Forschungsprogramm, das Quantencomputertechnologie nutzt, um zu untersuchen, warum einige Arten intergruppenbezogene Gewalt praktizieren, während andere friedlich koexistieren. Die Studie konzentriert sich auf Schimpansen und Bonobos.

Das Jane Goodall Institut (JGI) USA und FormationQ haben eine Forschungspartnerschaft angekündigt, die Quantencomputertechnologie einsetzt, um eine langjährige Frage der Verhaltensökologie zu untersuchen: Warum praktizieren manche Arten tödliche intergruppenbezogene Gewalt, während andere friedlich mit ihren Nachbarn koexistieren?
Das zweijährige Programm, das am Weltschimpansentag beginnt, kombiniert fortschrittliche computergestützte Modellierung, Quantentechnologie und Verhaltensökologie, um einen neuen Rahmen für gemeinsame Forschung zu schaffen. Unter dem Titel "Ecology of War and Peace" (Ökologie von Krieg und Frieden) handelt es sich um die erste Anwendung von quantengestützter agentenbasierter Modellierung zur Erforschung von Ökologie, Evolution und Verhalten.
Die Initiative integriert das wissenschaftliche Erbe des JGI, Verhaltensmodelle von Forschern der University of Minnesota, die Expertise von FormationQ und die Quantencomputerplattform von IonQ. Im Mittelpunkt steht das B3GET-Modell (Behavior, Ecology, Genetics, Evolution and Tradeoffs), das virtuelle Primaten in künstlichen Landschaften simuliert.
Forscher können ökologische Bedingungen wie Nahrungsverteilung und Habitatgröße systematisch variieren, um zu untersuchen, wie Umweltfaktoren Muster der Zusammenarbeit und des Konflikts im Laufe der Zeit beeinflussen. Schimpansen und Bonobos, die nächsten lebenden Verwandten des Menschen, zeigen sehr unterschiedliche intergruppenbezogene Verhaltensweisen.
Jane Goodall beobachtete in den 1970er Jahren Kriege zwischen Schimpansen, während Bonobos für ihre friedliche Koexistenz bekannt sind. Wissenschaftler vermuten, dass der Unterschied auf ökologischen Faktoren wie Nahrungsverfügbarkeit und Territoriumsgröße beruht. Durch den Einsatz von Quantencomputing zielt das Programm darauf ab, diese komplexen Wechselwirkungen besser zu verstehen und die ökologischen Bedingungen zu identifizieren, die die Aggression von Schimpansen von der friedlichen Koexistenz von Bonobos unterscheiden.
Dr. Lilian Pintea, Vizepräsidentin für Naturschutzforschung am Jane Goodall Institute, erklärte, dass die Partnerschaft leistungsstarke technologische Werkzeuge nutzt, um kritische Fragen zu Schimpansen, Artenschutz und dem Verständnis des Menschseins zu beantworten.