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Technologie

Japan schlägt neue IP-Schutzmaßnahmen für KI-Training vor

Die japanische Regierung hat einen Entwurf für neue Grundsätze zum Schutz geistigen Eigentums (IP) bei der Schulung von generativer künstlicher Intelligenz (KI) vorgelegt. Ziel ist mehr Transparenz bei Trainingsdaten und Respekt für urheberrechtlich geschütztes Material.

24. August 2026
Japan schlägt neue IP-Schutzmaßnahmen für KI-Training vor
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Das japanische Kabinettsbüro hat einen Entwurf mit neuen Grundsätzen zum Schutz geistigen Eigentums (IP) während des Trainings generativer künstlicher Intelligenz (KI) vorgelegt. Der Vorschlag zielt darauf ab, die Transparenz bei der Datensammlung und -nutzung für KI-Modelle zu erhöhen. Wesentliche Punkte sind die Achtung von Zugangsbarrieren wie Paywalls und die Vermeidung des Crawlings von sogenannten Piratenseiten.

Der Entwurf basiert auf einem "Befolgen oder Erklären"-Ansatz. Generative KI-Unternehmen müssen die Grundsätze entweder einhalten oder öffentlich darlegen, warum sie dies nicht tun. Ziel ist es, die Entwicklung von generativer KI mit dem Schutz der Rechte von Urhebern in Einklang zu bringen. Die neuen Richtlinien gelten sowohl für japanische als auch für ausländische Unternehmen, die ihre Dienste in Japan anbieten.

Der Vorschlag unterstreicht die Verantwortung von Unternehmen für den Schutz geistigen Eigentums und fordert jährliche Überprüfungen sowie die Veröffentlichung dieser Grundsätze. Unternehmen sollen auch Protokolle über die Nutzung von Trainingsdaten führen und technische Maßnahmen wie digitale Wasserzeichen einsetzen, um Urheberrechtsverletzungen in den Ergebnissen zu verhindern.

Japans Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund internationaler Debatten über den rechtlichen Status von KI-Trainingsdaten. Das bestehende Urheberrecht des Landes erlaubt unter bestimmten Bedingungen die Nutzung urheberrechtlich geschützten Materials für Datenanalysen, einschließlich KI-Training, ohne ausdrückliche Erlaubnis. Der neue Vorschlag ändert das Gesetz nicht, sondern führt ergänzende Governance-Praktiken und Transparenzanforderungen ein.

Originalquelle: medianama.com