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Technologie

15-jähriger Japaner wegen Hacking bei Bandai Namco Streamingdienst verhaftet

Ein 15-jähriger Jugendlicher in Japan wurde verhaftet, weil er angeblich in die Anime-Streamingplattform Bandai Channel eingedrungen ist und über 46.000 Nutzerkonten gelöscht hat. Der Verdächtige soll ChatGPT zur Erstellung automatisierter Skripte für den Angriff genutzt haben.

6. Juli 2026
15-jähriger Japaner wegen Hacking bei Bandai Namco Streamingdienst verhaftet
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Ein 15-jähriger Junge aus Tokorozawa, Präfektur Saitama, wurde in Japan verhaftet. Er steht im Verdacht, in den Anime-Streamingdienst Bandai Channel von Bandai Namco eingedrungen zu sein. Der Vorfall, der im November 2025 stattfand, führte zur Löschung von 46.812 Nutzerkonten und zur vorübergehenden Einstellung aller Dienste durch den Betreiber Bandai Namco Filmworks.

Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Teenager kompromittierte Mitgliedskonten nutzte, um Zugang zu den Servern der Plattform zu erhalten. Berichten zufolge soll er ChatGPT zur Generierung schädlichen Codes verwendet haben, was die automatisierte Massenlöschung von Nutzerkonten ermöglichte. Der Verdächtige soll außerdem die E-Mail-Adressen und Spitznamen von Opfern erlangt haben, obwohl die Polizei erklärte, dass diese persönlichen Daten bisher nicht für weitere illegale Zwecke verwendet wurden.

Während der Befragung gab der Junge die Fakten des Falls zu. Er gab an, seit der Grundschule mit Computern in Berührung gekommen zu sein und seine technischen Fähigkeiten im Selbststudium erworben zu haben. Er bestritt angeblich, aus Unzufriedenheit mit Bandai Namco gehandelt zu haben.

Der Fall beleuchtet die zweischneidige Natur generativer KI im Bereich der Cybersicherheit. Während Werkzeuge wie ChatGPT die Entwicklung und das Lernen unterstützen können, kann ihr Missbrauch die technische Schwelle für Cyberangriffe senken und die Erstellung automatisierter schädlicher Skripte vereinfachen.

Originalquelle: ithome.com