Japans Unternehmensführungsreformen zeigen greifbare Fortschritte
Eine seit einem Jahr laufende Unternehmensführungsreform der Tokioter Börse (TSE) zeigt Erfolge. Die Bemühungen um mehr Kapitaleffizienz und Rentabilität haben die japanischen Aktienindizes gestärkt.

Ein Jahr nach ihrer Einführung zeigt die von der Tokioter Börse (TSE) initiierte Reform der Unternehmensführung spürbare Erfolge. Das Programm zielte darauf ab, die Kapitaleffizienz und Rentabilität japanischer Unternehmen durch Druck auf das Management zu steigern. Diese Bemühungen haben die Erwartungen der Investoren übertroffen und zum jüngsten Anstieg der Nikkei- und Topix-Indizes beigetragen.
Die Reform begann im Januar 2023, als die TSE Unternehmen mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von konstant unter 1x aufforderte, ihre Verbesserungspläne offenzulegen. Bis März 2023 wurde diese Aufforderung auf alle börsennotierten Unternehmen ausgeweitet, mit der Bitte, das Bewusstsein für ihre Kapitalkosten und Marktkapitalisierung zu schärfen und aktiv an Verbesserungen zu arbeiten.
Früher stellten japanische Unternehmen eine Zurückhaltung bei der Verbesserung von Transparenz und Effizienz dar. "Diesmal ist es anders", stellte Man Group vor einem Jahr fest, nachdem frühere Versuche während der "Abenomics"-Ära zu Skepsis geführt hatten. Die aktuelle Bewegung der Unternehmensführung scheint sich nun jedoch fest etabliert zu haben, wobei spürbare Fortschritte dazu beitragen, dass Nikkei und Topix neue Höchststände erreichen.
Um den Schwung aufrechtzuerhalten, hat die TSE detaillierte Leitlinien und Fallstudien für Unternehmen herausgegeben. Investoren erwarten nun mehr Engagement von Management und Vorständen, verbesserte Kapitaleffizienz und die Umsetzung von mittel- bis langfristigen wertsteigernden Maßnahmen. Der wesentliche Treiber bleibt der "Peer-Druck", da Unternehmen ohne ausreichende Offenlegung von Verbesserungsinitiativen mit Prüfungen und möglichen Reputationsschäden konfrontiert sind.