Jimmy Kimmel verlegt Interview wegen FCC-Drohungen auf YouTube
Jimmy Kimmel gab bekannt, dass ein Interview mit einem demokratischen Senatskandidaten aufgrund von Drohungen der Federal Communications Commission (FCC) nicht im Fernsehen ausgestrahlt wird. Das Interview findet exklusiv auf YouTube statt, um lokale Sender zu schützen.

Jimmy Kimmel, Moderator der ABC-Sendung "Jimmy Kimmel Live", hat ein bevorstehendes Interview mit einem demokratischen Senatskandidaten auf YouTube verlegt und verzichtet damit auf eine Ausstrahlung im herkömmlichen Fernsehen. Kimmel nannte Drohungen der Federal Communications Commission (FCC) als Grund für diese Entscheidung und deutete an, dass seine Sendung und deren Eigentümer Disney unter der Trump-Regierung Ziele von FCC-Maßnahmen gewesen seien.
Das Interview mit James Talarico, einem texanischen Abgeordneten, der für den US-Senat kandidiert, wäre in der Vergangenheit über lokale Sender im ganzen Land ausgestrahlt worden. Stattdessen wird das Interview nun ausschließlich auf dem YouTube-Kanal von "Jimmy Kimmel Live" zu sehen sein, um potenzielle Komplikationen für die einzelnen Fernsehsender zu vermeiden, die über FCC-Lizenzen verfügen.
Kimmel erklärte, dass die Entscheidung getroffen wurde, um weitere Schwierigkeiten für die lokalen Sender zu verhindern. Durch die Ausstrahlung des Interviews auf YouTube kann die Sendung zwar die Inhalte vermitteln, schützt aber die angeschlossenen Stationen vor möglichen Sanktionen oder Druck durch die FCC.
Diese Entwicklung wirft Fragen hinsichtlich des politischen Einflusses auf Medieninhalte und deren Verbreitung auf. Die Rolle der FCC als Regulierungsbehörde und ihr wahrgenommenes Handeln sind zu einem zentralen Punkt in der Debatte über Medienfreiheit und politische Einflussnahme im Rundfunk geworden.