Zunahme von Schein-Stellenanzeigen erschwert die Jobsuche
Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 86 % der Arbeitssuchenden bereits auf nicht existierende Stellenangebote gestoßen sind, was zu einem Vertrauensverlust führt.

Sogenannte „Ghost Jobs“ – Stellenausschreibungen, hinter denen keine tatsächliche Vakanz steht – belasten den Arbeitsmarkt zunehmend. Laut einer Erhebung von ResumeBuilder.com gaben 86 % der Befragten an, auf derartige Scheinangebote gestoßen zu sein. Über ein Drittel investierte bereits mehrere Stunden in Bewerbungen für Positionen, die sich später als inaktiv herausstellten, und mehr als die Hälfte führte Vorstellungsgespräche für Stellen, bei denen kein wirkliches Einstellungsinteresse bestand.
Um den Zeitverlust zu begrenzen, achten viele Bewerber verstärkt auf Warnsignale: Dazu gehören Stellenausschreibungen, die über einen ungewöhnlich langen Zeitraum online bleiben oder wiederholt gelöscht und neu veröffentlicht werden. Als Sicherheitsmaßnahme vergleichen viele Kandidaten die Anzeigen mit den direkten Karriereseiten der Unternehmen, um die Echtheit zu überprüfen.
Die Problematik hat bereits politische Konsequenzen nach sich gezogen; im US-Bundesstaat New York wurden Gesetze verabschiedet, die den Einsatz solcher Schein-Anzeigen einschränken sollen. Experten raten dazu, Angebote kritisch zu hinterfragen, die zu gut klingen, und bei verdächtigen Prozessen, etwa bei Aufforderungen zu Vorauszahlungen, von einer Bewerbung abzusehen.