Johnson & Johnson meldet Ergebnisse zu Prostatakrebs-Therapie JNJ-6143
Johnson & Johnson verzeichnete eine Ansprechrate von 75 Prozent bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs im Rahmen klinischer Studien zu JNJ-6143.

Johnson & Johnson hat Daten zu seinem in der Erprobung befindlichen Wirkstoff JNJ-6143 veröffentlicht, der bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs eine Ansprechrate der Tumore von 75 Prozent zeigte. Das Molekül zielt darauf ab, den Androgenrezeptor, ein bei Prostatakrebs häufig stark exprimiertes Protein, gezielt zu adressieren.
Der Wirkmechanismus beruht auf der Induktion des Zelltods durch eine gezielte Kopplung von BRD4 und dem Androgenrezeptor innerhalb der Tumorzelle. Diese Methode soll das Tumorwachstum unterbinden, indem sie die internen Signalwege der Krebszellen gezielt blockiert.
Die Ergebnisse stammen aus frühen klinischen Phasen, in denen Sicherheit und Wirksamkeit untersucht werden. Da bei fortgeschrittenem Prostatakrebs häufig Resistenzen gegen bestehende Hormontherapien auftreten, stellt die Entwicklung neuer molekularer Ansätze einen wichtigen Forschungsbereich dar. Ob sich die Wirkung in größeren klinischen Studien bestätigen lässt, bleibt abzuwarten.