Joonko-Gründerin wegen Wertpapierbetrugs schuldig gesprochen
Die ehemalige Joonko-Chefin Ilit Raz hat sich wegen der Täuschung von Investoren durch gefälschte Geschäftszahlen schuldig bekannt und riskiert eine langjährige Haftstrafe.

Ilit Raz, Gründerin und ehemalige Geschäftsführerin des KI-Startups Joonko, hat sich vor einem Bundesgericht des Wertpapierbetrugs schuldig bekannt. Sie hatte Investoren mit gefälschten Bankunterlagen und fingierten Kaufaufträgen dazu bewegt, rund 27 Millionen Dollar in ein Unternehmen zu investieren, dessen behauptete Umsätze und Kundenzahlen frei erfunden waren.
Dieser Fall verdeutlicht das wachsende Risiko für Gründer, die bei ihrer Außendarstellung zwischen Zukunftsprognosen und belegbaren Fakten nicht sauber trennen. Daten von Cornerstone Research zeigen, dass die Zahl der Sammelklagen im KI-Sektor im ersten Halbjahr 2026 stark angestiegen ist. Investoren fordern zunehmend Transparenz und sind eher bereit, juristisch gegen irreführende Angaben vorzugehen.
Für Führungskräfte ergeben sich daraus erhebliche Haftungsrisiken. Während D&O-Versicherungen in Streitfällen Unterstützung bieten können, greifen diese in der Regel nicht bei nachgewiesener krimineller Täuschung. Eine rechtskräftige Verurteilung wegen Betrugs führt meist dazu, dass Versicherungsschutz entfällt und geleistete Verteidigungskosten möglicherweise zurückgefordert werden können.