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Finanzjournalist verklagt ByteDance-Manager wegen Verleumdung

Der Journalist Qin Shuo hat Klage gegen den ByteDance-Vizepräsidenten Li Liang eingereicht, nachdem sich beide öffentlich über Marktanalysen gestritten hatten.

3. November 2026

Der Finanzjournalist und Herausgeber von "Qin Shuo’s Circle", Qin Shuo, hat beim Gericht in Shanghai eine Klage gegen Li Liang, Vizepräsident der ByteDance Group, eingereicht. Gegenstand der Klage ist die Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch Äußerungen, die Li im Rahmen einer wochenlangen Debatte über den chinesischen Internetsektor getätigt hatte. Li Liang kündigte an, sich aktiv gegen die Vorwürfe zu verteidigen.

Auslöser der Auseinandersetzung war eine Analyse Qins vom 26. Oktober, in der er unter Berufung auf Marktanalysen behauptete, der chinesische Internetmarkt verlagere sich von einer Dominanz durch Tencent hin zu einer Ära unter ByteDance. Li wies diese Darstellung als wissenschaftlich unseriös zurück und kritisierte die Methodik der Datenauswertung.

Die öffentliche Debatte verschärfte sich, als Li Liang die Unabhängigkeit des Journalisten in Zweifel zog und unterstellte, Qin würde die Interessen Dritter vertreten. Qin sieht darin eine gezielte Rufschädigung.

Li Liang sieht in dem nun anstehenden Verfahren eine Chance, die Rolle von sogenannten "Experten-Medien" zu thematisieren. Er wirft solchen Akteuren vor, durch eine pseudowissenschaftliche Fassade den öffentlichen Diskurs zu manipulieren.

Originalquelle: ithome.com