Journalisten klagen gegen Sperrung von Instagram-Video in Delhi
Zwei unabhängige Journalisten haben eine Klage beim Delhi High Court eingereicht, um die Wiederherstellung eines blockierten Instagram-Reels zu erwirken. Sie greifen die Maßnahmen der indischen Behörden an, die den Zugang zu ihren Inhalten verwehrten.

Zwei unabhängige Journalisten, Shamsheer Yousaf und Monica Jha, haben beim Delhi High Court in Indien eine Klage eingereicht. Anlass ist die Sperrung eines Instagram-Reels, das Googles im Bau befindliches KI-Rechenzentrum in Andhra Pradesh thematisiert. Die Journalisten fordern die Wiederherstellung des Videos, das seit Mai 2026 in Indien ohne VPN nicht mehr zugänglich ist.
Das 2:01 Minuten lange Reel, das gemeinsam mit dem Environmental Reporting Collective und dem Dirty Data Project veröffentlicht wurde, wurde von Instagram geografisch eingeschränkt. Die Journalisten argumentieren, dass diese Maßnahme gegen ordnungsgemäße Verfahren verstoße und gegen Urteile des Obersten Gerichtshofs verstoße, die Transparenz und Begründung für Inhaltsblockaden gemäß dem Information Technology Act Indiens vorschreiben.
Die Klage richtet sich gegen das indische Ministerium für Elektronik und IT, das Innenministerium, das Ministerium für Information und Rundfunk, die Spezialeinheit IFSO der Polizei von Delhi sowie Meta (Instagram). Die Journalisten verweisen auf frühere Gerichtsentscheidungen, bei denen Inhalte nach ähnlichen Anfechtungen wiederhergestellt wurden, und argumentieren, dass sie sich in einer vergleichbaren Situation befinden.
Sie vertreten die Ansicht, dass die Sperrung nicht ordnungsgemäß begründet ist und die Bedingungen des Obersten Gerichtshofs im Fall Shreya Singhal v. Union of India nicht eingehalten werden. Dieses Urteil schreibt vor, dass Sperranordnungen auf spezifischen Rechtsgrundlagen basieren und etablierte Verfahren befolgen müssen. Das Delhi High Court wird den Fall voraussichtlich im Juli 2026 erneut verhandeln.