J.P. Morgan erwirbt 49 Prozent an Viva Wallet
J.P. Morgan hat einer Übernahme von 49 Prozent der Anteile am griechischen Fintech-Unternehmen Viva Wallet zugestimmt. Die Transaktion unterliegt behördlichen Genehmigungen und zielt auf die Erweiterung der Händlerakquisitionsfähigkeiten für europäische KMU ab.

J.P. Morgan hat eine Vereinbarung zur Übernahme einer 49-prozentigen Beteiligung an Viva Wallet bekannt gegeben, einem europäischen Anbieter von Cloud-basierten Zahlungsdienstleistungen. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht offengelegt und die Übernahme bedarf noch der Zustimmung der Regulierungsbehörden.
Die strategische Investition soll die Kapazitäten von J.P. Morgan im Bereich der Händlerakquise in Europa erweitern, mit einem besonderen Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Ziel ist es, neue Mehrwertdienste einzuführen und Zahlungsinnovationen für dieses Marktsegment voranzutreiben.
"Wir freuen uns sehr über diese strategische Investition in Viva Wallet, um ihre Vision zu unterstützen, neues Wachstum und Zahlungsinnovationen für europäische KMU und mittelständische Händlerkunden zu ermöglichen", sagte Takis Georgakopoulos, Global Head of J.P. Morgan Payments. Er wies darauf hin, dass die europäische Zahlungslandschaft zwar fragmentiert sei, aber mit über 17 Millionen Händlern, die auf skalierbare Zahlungslösungen warten, eine erhebliche Chance biete.
Viva Wallet wurde im Jahr 2000 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Athen, Griechenland, und ist in 23 Ländern tätig. Das Unternehmen hat eine eigene Cloud-basierte Plattform entwickelt, die Dienstleistungen wie Tap-to-Device-Technologie, Händlerfortzahlungen und die Ausgabe von virtuellen Debitkarten anbietet.
Diese Investition folgt auf die kürzlich angekündigte Absicht von J.P. Morgan, eine Kontrollmehrheit an der Zahlungsplattform der Volkswagen Financial Services AG zu erwerben, was eine breitere Expansion im europäischen Zahlungsverkehrsmarkt signalisiert.