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Bauwesen

J.P. Morgan erläutert Bewertungsansätze für Gewerbeimmobilien

J.P. Morgan Structured Products B.V. hat einen Leitfaden veröffentlicht, der Methoden zur Bewertung von Gewerbeimmobilien beschreibt. Die Übersicht stellt drei Hauptansätze zur Ermittlung des Immobilienwerts vor.

21. Juni 2026
J.P. Morgan erläutert Bewertungsansätze für Gewerbeimmobilien

J.P. Morgan Structured Products B.V. hat einen aktualisierten Leitfaden veröffentlicht, der die verschiedenen Methoden zur Bewertung von Gewerbeimmobilien darlegt. Die Publikation betont, dass eine genaue Immobilienbewertung für Transaktionen im Gewerbeimmobilienbereich, einschließlich Käufen, Verkäufen und Finanzierungen, entscheidend ist, um faire Geschäfte für alle Beteiligten zu gewährleisten.

Der Leitfaden beschreibt drei zentrale Bewertungsansätze: die Kostenmethode, die Vergleichswertmethode und die Ertragswertmethode. Die Kostenmethode trennt den Wert des Grundstücks von den Kosten des Gebäudes, wobei der Grundstückswert anhand vergleichbarer Grundstücksverkäufe geschätzt und die Wiederherstellungskosten des Gebäudes unter Berücksichtigung von Alter und Zustand berechnet werden. Diese Methode ist besonders nützlich für einzigartige Immobilien, bei denen vergleichbare Verkäufe selten sind.

Die Vergleichswertmethode, auch bekannt als Marktwertmethode, verwendet aktuelle Verkaufsdaten vergleichbarer Immobilien, um den Wert eines unverkauften Vermögenswerts abzuschätzen. Durch die Untersuchung ähnlicher, kürzlich verkaufter Immobilien in der gleichen Gegend können Investoren einen fairen Marktwert ermitteln. Diese Methode ist am effektivsten, wenn eine ausreichende Anzahl vergleichbarer Immobilien verfügbar ist. Die Ertragswertmethode oder Ertragskapitalisierung schätzt den Wert einer Immobilie basierend auf den Einnahmen, die sie generiert, typischerweise berechnet durch Division des Nettoertrags (NOI) durch die Kapitalisierungsrate (Cap Rate).

Über diese primären Methoden hinaus werden auch andere, seltener verwendete Ansätze erörtert. Dazu gehören der Bruttomietmultiplikator (GRM), der den Preis einer Immobilie ins Verhältnis zu ihren jährlichen Bruttomieteinnahmen setzt, der Wert pro Wohneinheit für Mehrfamilienhäuser ('value per door') und die Kosten pro vermietbare Quadratfuß. Diese zusätzlichen Werkzeuge bieten weitere Perspektiven für Investoren und Gutachter bei der Bewertung von Gewerbeimmobilien.

Originalquelle: jpmorgan.com