J.P. Morgan: M&A ist dominierende Exit-Strategie für Unternehmen in EMEA
Der Bericht von J.P. Morgan für 2025 zeigt, dass Fusionen und Übernahmen (M&A) die Hauptroute für Exits von Unternehmen in EMEA sind, während Börsengänge zurückgehen.

J.P. Morgan Structured Products B.V. hat seinen "2025 EMEA Exit Report" veröffentlicht, der die wichtigsten Strategien für Risikokapital-finanzierte Unternehmen in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) zur Desinvestition darlegt. Der Bericht hebt hervor, dass Fusionen und Übernahmen (M&A) in den letzten fünf Jahren die dominierende Exit-Strategie geblieben sind und über 85 % aller Exits ausmachen.
US-amerikanische Unternehmen werden als führende Käufer im EMEA-Markt identifiziert, angetrieben von der strategischen Notwendigkeit, in neue Märkte, Produkte und geografische Regionen zu expandieren. Gleichzeitig verzeichnet der Bericht einen deutlichen Rückgang der Börsengänge (IPOs) für in EMEA ansässige, risikofinanzierte Unternehmen, die auf einem Zehnjahrestief liegen. Dieser Trend wird auf geopolitische Faktoren, wirtschaftliche Unsicherheit und Marktvolatilität zurückgeführt, die die Anlegerstimmung gedämpft und die Hürden für den Zugang zu öffentlichen Märkten erhöht haben.
Unternehmen entscheiden sich zunehmend dafür, länger privat zu bleiben. Obwohl es Anzeichen für eine Erholung bei den IPO-Bewertungen für größere Deals gibt, bleibt das Gesamtvolumen der an die Börse gehenden Unternehmen verhalten. Dies hat zu einer Zunahme der Sekundärmarktaktivitäten geführt, um die Liquidität zu gewährleisten. Der Bericht verweist auch auf das Wachstum bei 'Mega-Runden', was auf eine sich entwickelnde Pipeline für zukünftige Exits hindeutet.
Die Sektoren Technologie und KI waren 2025 bemerkenswerte Bereiche für Übernahmen. Der Bericht betont, dass US-Unternehmen aktiv EMEA-Unternehmen erwerben, um Zugang zu Innovation und Marktpotenzial zu erhalten. Er rät Gründern, ihre Exit-Szenarien sorgfältig zu prüfen, einschließlich der Auswahl einer geeigneten Börse und der Vorbereitung auf Anforderungen der Unternehmensführung, sei es für ein M&A-Geschäft oder einen Börsengang.