J.P. Morgan hebt Wachstumsprognose für China nach Zollentspannung an
J.P. Morgan revidiert die Wachstumserwartungen für China auf 4,8 Prozent, nachdem sich die USA und China auf eine vorübergehende Senkung von Handelszöllen geeinigt haben.

Die USA und China haben eine vorübergehende Senkung der Zölle auf gegenseitige Importe vereinbart, was eine Entschärfung des Handelskonflikts markiert. Das Abkommen sieht eine Reduzierung der Zölle sowie die Aussetzung nicht-tarifärer Handelshemmnisse für einen Zeitraum von 90 Tagen vor.
Haibin Zhu, Chefvolkswirt für China bei J.P. Morgan, bewertete das Ausmaß der Zollsenkungen als überraschend positiv. Die Rückkehr zu einer einheitlichen Zollrate von 10 Prozent und der Verzicht Chinas auf Vergeltungsmaßnahmen, wie etwa Exportkontrollen für kritische Mineralien, stützen die wirtschaftliche Stabilität. Infolgedessen hat J.P. Morgan die Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 4,1 auf 4,8 Prozent angehoben.
Trotz der kurzfristigen Entlastung bleibt der Ausblick unsicher. Experten betonen, dass das Risiko wieder aufflammender Handelsspannungen bestehen bleibt, sollten die laufenden Verhandlungen nicht innerhalb der 90-Tage-Frist zu einer nachhaltigen Lösung führen.