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JPMorgan-Vizechef warnt vor Überbewertungen im KI-Sektor

Daniel Pinto, stellvertretender Vorsitzender von JPMorgan Chase, erwartet eine Korrektur bei KI-Aktien aufgrund zu hoher Markterwartungen.

3. November 2026

Auf einem Finanzgipfel in Hongkong äußerte sich Daniel Pinto, Vice Chairman bei JPMorgan Chase, skeptisch über die aktuelle Bewertung von KI-Unternehmen. Während die technologischen Fortschritte die Produktivität langfristig steigern dürften, sei das derzeitige Tempo der Investitionen kaum tragfähig. Er betonte, dass der Sektor beweisen müsse, ob die getätigten Investitionen in Höhe von Billionen US-Dollar durch reale Erträge aus anderen Industriezweigen gerechtfertigt werden können.

Laut Pinto seien die Markterwartungen bezüglich des Umsatz- und Gewinnwachstums der Branche zu optimistisch angesetzt, was das Risiko einer branchenweiten Neubewertung erhöhe. Aktuelle Marktanalysen stützen diese Einschätzung: Investoren reagieren inzwischen deutlich differenzierter und prüfen genau, welche Teile der KI-Wertschöpfungskette tatsächlich rentabel sind und wo Überkapazitäten drohen.

Die Zeit des blinden Vertrauens in KI-bezogene Unternehmen scheint laut Marktbeobachtern von JPMorgan vorbei. Die Anleger suchen zunehmend nach konkreten Geschäftsmodellen anstelle bloßer technologischer Assoziationen.

Originalquelle: ithome.com