JPR: Weltweite Grafikarten-Auslieferungen erreichten 12,5 Mio. Einheiten im Q2 2026
Das Marktforschungsunternehmen Jon Peddie Research meldete, dass die weltweiten Auslieferungen von PC-Grafikkarten (AIBs) im zweiten Quartal 2026 12,5 Millionen Einheiten erreichten. Dies ist ein Anstieg von 10% gegenüber dem Vorquartal und 6,6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die weltweiten Auslieferungen von PC-Grafikkarten (Add-in Boards, AIBs) erreichten im zweiten Quartal 2026 12,5 Millionen Einheiten, so ein Bericht des Marktforschungsunternehmens Jon Peddie Research. Dies entspricht einem Anstieg von 10% gegenüber dem Vorquartal und einem Zuwachs von 6,6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
AIBs, also diskrete Grafikkarten mit GPU, Speicher sowie Kühlungs- und Stromversorgungskomponenten, sind entscheidend für grafisch anspruchsvolle Aufgaben wie Gaming, Videobearbeitung und wissenschaftliche Berechnungen. Sie werden typischerweise über PCIe-Steckplätze mit dem Motherboard verbunden.
Die Marktanteile der Hersteller zeigten Verschiebungen: Der Marktanteil von AMD bei AIBs sank im Quartalsvergleich um 0,16 Prozentpunkte, während der Anteil von Intel um 0,3 Prozentpunkte zunahm und der von NVIDIA um 0,1 Prozentpunkte zurückging. Dies steht im Gegensatz zum Markt für Desktop-CPUs, der im Jahresvergleich einen deutlichen Rückgang von 33% und im Quartalsvergleich von 10,5% verzeichnete.
Die allgemeine Einbaurate von AIBs in Desktop-PCs stieg auf 89%, eine Zunahme von 23 Prozentpunkten gegenüber dem vorherigen Quartal. Jon Peddie Research wies darauf hin, dass Markterwartungen zuvor durch Speicherknappheit und Änderungen der Zollpolitik beeinflusst worden waren. Das Unternehmen vermutet, dass die starken Verkäufe von High-End-AIBs trotz Preissteigerungen darauf zurückzuführen sein könnten, dass Verbraucher weitere Preiserhöhungen erwarteten und deshalb proaktiv kauften.
Für die langfristigen Aussichten prognostiziert Jon Peddie Research eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von -2,5% für den AIB-Markt zwischen 2025 und 2030. Das Unternehmen erwartet, dass die installierte Basis bis zum Ende dieses Prognosezeitraums 193 Millionen Einheiten erreichen wird.