Wohnungsmarkt im Juli zeigt erwartete saisonale Abkühlung
Realtor.coms Daten für Juli zeigen eine saisonale Abkühlung des Wohnungsmarktes, nicht dessen Zusammenbruch. Zwar sind Käufer selektiver, aber die Verkäufe steigen weiter im Jahresvergleich und Preissenkungen nehmen zu.

Der US-Wohnungsmarkt zeigte im Juli eine erwartete saisonale Abkühlung und vermied eine Wiederholung der besorgniserregenderen Trends des Vorjahres, so die neueste Analyse von Realtor.com. Die Daten deuten auf einen dynamischen Markt hin, anstatt auf einen Markt im Niedergang, und geben potenzielle Käufer ein Signal.
Der nationale mittlere Angebotspreis lag im Juli bei 428.950 US-Dollar, unverändert gegenüber Juni, aber 2,4 % niedriger als im Vorjahr. Dies ist der neunte Monat in Folge mit sinkenden Preisen im Vergleich zum Vorjahr. Etwa ein Fünftel der Angebote wurde preislich reduziert, ein leichter Rückgang gegenüber Juli des Vorjahres.
Die vorläufigen Verkaufszahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 %, was den achten Monat in Folge mit einem jährlichen Wachstum darstellt. Häuser blieben im Juli durchschnittlich 57 Tage auf dem Markt, vier Tage länger als im Juni, aber ähnlich wie im Vorjahr. Dieses Tempo entspricht den historischen Normen vor der Pandemie.
Regionale Unterschiede wurden festgestellt: Der nordöstliche Markt verzeichnete weniger Preissenkungen als der nationale Durchschnitt. Die West- und Südregionen wiesen höhere Prozentzahlen von Preissenkungen auf. Bestimmte Metropolregionen wie Portland, Denver und Dallas verzeichneten die meisten Kürzungen, während Hartford, Buffalo und New York die wenigsten sahen.
Trotz der saisonalen Verlangsamung bleibt das Wohnungsangebot 11,6 % unter dem Niveau vor der Pandemie. Die Chefökonomin von Realtor.com, Danielle Hale, erklärte, dass die Daten vom Juli einen Markt zeigen, der sich saisonal abkühlt und nicht auseinanderfällt, und dass anhaltende Preisanpassungen Käufer engagieren könnten.