Jury spricht 40 Millionen Dollar in Klageverfahren zu Bard-Implantaten zu
Eine Bundesjury in Arizona hat 40 Millionen Dollar Schadenersatz an die Klägerin Kimberly Divelbliss für Verletzungen zugesprochen, die sie durch ihren implantierten Bard-Portkatheter erlitten hat.
Eine Bundesjury im Bezirk Arizona hat ein einstimmiges Urteil gefällt und der Klägerin Kimberly Divelbliss 40 Millionen Dollar Schadenersatz für Verletzungen zugesprochen, die sie durch ihren implantierten Bard-Portkatheter erlitten hat.
Dies war der zweite sogenannte „Bellwether“-Prozess und das erste Urteil zugunsten der Klägerin in diesem Sammelverfahren. Die Jury befand, dass das Design des Bard-Portkatheters fehlerhaft war und das Unternehmen die Anwender nicht ausreichend über dessen Risiken informiert hat.
Divelbliss erlitt Berichten zufolge schwere Komplikationen, darunter Blutgerinnsel und Infektionen, die laut ihren Anwälten direkt auf das implantierte Gerät zurückzuführen waren. Während des Prozesses wurden Beweise vorgelegt, die darauf hindeuten, dass Bard sich der potenziellen Gefahren des Geräts bereits vor seiner Markteinführung bewusst war.
Bard, eine Tochtergesellschaft von Becton Dickinson and Company (BD), sieht sich zahlreichen Klagen bezüglich seiner implantierten Portkatheter gegenüber. Unternehmensvertreter haben in der Vergangenheit Produkthaftungsansprüche zurückgewiesen, doch dieses Urteil könnte künftige Gerichtsverfahren erheblich beeinflussen.