604 Millionen Dollar zugesprochen in tödlichem LKW-Unfallfall
Die Anwaltskanzlei Arnold & Itkin hat eine Jury-Entscheidung über 604 Millionen Dollar gegen C.H. Robinson und ein Transportunternehmen erwirkt. Das Urteil macht den Frachtvermittler für einen Unfall von 2021 verantwortlich, bei dem drei Menschen starben.

Eine Jury im Dallas County hat 604 Millionen Dollar zugesprochen für die Familien von Opfern, die bei einem Unfall mit einem 18-Rad-LKW im Jahr 2021 getötet oder verletzt wurden. Das Urteil, das von der Anwaltskanzlei Arnold & Itkin erwirkt wurde, sprach die Haftung für den Frachtriesen C.H. Robinson, das Transportunternehmen Lupus Superior und dessen Fahrer aus.
Der Unfall ereignete sich im März 2021, als ein LKW von Lupus Superior auf dem Interstate 20 in Mississippi auf stehenden Verkehr auffuhr, was zu einer Kettenreaktion mit sechs Fahrzeugen und einem Brand führte. Drei Menschen – Jennifer Lipe, Benjamin Brewer und Rhoderick Coleman – starben bei dem Vorfall und hinterließen Kinder. Rodney Hawkins und Gabrielle Broussard erlitten Verletzungen.
Beweise während des Prozesses zeigten, dass Bundesbehörden Lupus Superior mehr als ein Jahr vor dem Unfall wiederholt wegen Sicherheitsverstößen gemeldet hatten. Die Jury wurde darüber informiert, dass C.H. Robinson das Unternehmen trotz dieser Warnungen beauftragt hatte. Darüber hinaus habe der Fahrer Berichten zufolge beiden Unternehmen mitgeteilt, dass er zu krank zum Fahren sei, aber C.H. Robinson habe ihn angeblich weiterfahren lassen.
Die Jury befand alle drei Beklagten fahrlässig und legte die Hauptverantwortung für den zugesprochenen Schaden bei C.H. Robinson. Dieses Urteil stellt einen wichtigen Rechtsgrundsatz dar, da es das erste gegen C.H. Robinson ist, seit der Oberste Gerichtshof der USA entschieden hat, dass Frachtvermittler für die Beauftragung unsicherer Spediteure haftbar gemacht werden können.
Arnold & Itkin vertrat die Kläger in dem Fall und betonte die Bedeutung der Spediteurprüfung in der Logistikbranche.