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Fertigung

Kahla-Porzellan stellt Produktion ein – Investor nicht gefunden

Die Porzellanmanufaktur Kahla/Thüringen wird ihren Betrieb Ende 2026 einstellen. Trotz monatelanger Investorengespräche konnte keine tragfähige Lösung gefunden werden, wie Insolvenzverwalter Rolf Rombach mitteilte.

12. Oktober 2026
Kahla-Porzellan stellt Produktion ein – Investor nicht gefunden

Die traditionsreiche Porzellanmanufaktur Kahla/Thüringen wird ihren Betrieb zum Jahresende 2026 einstellen. Insolvenzverwalter Rolf Rombach gab am Mittwoch bekannt, dass trotz intensiver Bemühungen und Gespräche mit potenziellen Investoren keine tragfähige Fortführungslösung gefunden werden konnte. Auch letzte Verhandlungen mit einem türkischen Investor blieben ergebnislos.

Als Hauptgrund für das absehbare Ende des Betriebs nannte Rombach die weiterhin hohen Energiekosten, die eine Fortführung unmöglich machten. Er bedauerte, dass trotz des Bewusstseins aller Beteiligten über die Bedeutung des Unternehmens keine Lösung erzielt werden konnte. Das Land Thüringen wurde über den Verlauf der Bemühungen fortlaufend informiert.

Der laufende Geschäftsbetrieb soll bis Ende des Jahres geordnet abgewickelt werden. Ziel ist es, bestehende Aufträge noch abzuarbeiten und das Unternehmen würdevoll zu verabschieden. Die für November geplante Porzellanmarkt-Veranstaltung wurde abgesagt.

Die Nachricht von der bevorstehenden Schließung hat zu einer enormen Nachfragesteigerung nach Kahla-Porzellan geführt, wodurch der Online-Shop zeitweise zusammenbrach. Aktuell sind noch 96 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Kahla-Porzellan hatte bereits zuvor, unter anderem während der Corona-Pandemie und aufgrund der Energiekrise, Insolvenz anmelden müssen.

Originalquelle: mdr.de