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Gesundheit

Kaiser-Krankenschwestern kritisieren KI-Einsatz

Krankenschwestern bei Kaiser Permanente äußern Bedenken hinsichtlich der Einführung künstlicher Intelligenz in ihre Arbeit. Die Mitarbeiter befürchten, dass die Technologie die Patientenversorgung und ihre Arbeitsbedingungen negativ beeinflussen könnte.

10. Juli 2026
Kaiser-Krankenschwestern kritisieren KI-Einsatz

Hunderte von Krankenschwestern versammelten sich vor Kaiser Permanente-Krankenhäusern und protestierten gegen den zunehmenden Einsatz von Werkzeugen der künstlichen Intelligenz des Gesundheitskonzerns in der Patientenversorgung. Die Einführung von KI wurde zu einem zentralen Thema bei den jüngsten Tarifverhandlungen, wobei Gewerkschaftsmitglieder Bedenken äußerten.

Berichten zufolge hat Kaiser Permanente damit begonnen, KI zur Überwachung der Leistung von Krankenschwestern einzusetzen, wobei Metriken wie die Dauer von Patientengesprächen bewertet werden. Krankenschwestern behaupten, dass das Überschreiten einer Anrufdauer von 15 Minuten ihre Leistungsbeurteilungen negativ beeinflussen könnte.

Gesundheitspersonal argumentiert, dass ein KI-gestütztes Leistungsmanagement ihre Fähigkeit, eine umfassende Versorgung zu gewährleisten, beeinträchtigen könnte. Sie befürchten, dass der Druck, Skripte einzuhalten und Anrufzeiten zu begrenzen, wie von KI vorgeschlagen, die Qualität der Versorgung gefährden könnte, insbesondere in komplexen Fällen, die eine längere Interaktion erfordern, wie z. B. bei jungen Eltern oder Patienten, die einen Übersetzer benötigen.

Kaiser hatte Berichten zufolge auch ein KI-Werkzeug getestet, das den Ton und die Empathie von Krankenschwestern bewerten sollte. Dieses Programm wurde nach Protesten ausgesetzt. Gewerkschaftsvertreter äußerten Bedenken hinsichtlich einer möglichen zukünftigen Wiedereinführung solcher Überwachungsmethoden.

Kaiser Permanente erklärte, dass KI-Werkzeuge verantwortungsvoll und unter menschlicher Aufsicht eingesetzt werden, um Klinikpersonal zu unterstützen und nicht zu ersetzen. Das Unternehmen bestritt, dass Krankenschwestern wegen der Anrufdauer diszipliniert werden, und betonte, dass Leistungsbeurteilungen nicht auf der durchschnittlichen Bearbeitungszeit basieren. Ähnliche Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von KI auf medizinisches Personal und die Patientenversorgung wurden von Arbeitnehmern in anderen Bundesstaaten geäußert.

Originalquelle: fastcompany.com