Gründerin von Kalder wegen Wertpapierbetrugs zu 25 Monaten Haft verurteilt
Gökçe Güven, CEO von Kalder, wurde wegen der Täuschung von Investoren durch gefälschte Finanzdaten zu einer Haftstrafe von über zwei Jahren verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft für den südlichen Bezirk von New York hat Gökçe Güven, die Gründerin des Treueprogramm-Anbieters Kalder, zu einer Gefängnisstrafe von 25 Monaten verurteilt. Hintergrund ist ein schwerer Wertpapierbetrug, der während einer Finanzierungsrunde im Jahr 2024 begangen wurde.
Laut Anklageschrift legte Güven potenziellen Investoren gefälschte Dokumente vor, um ein massives Umsatzwachstum vorzutäuschen. Das Unternehmen behauptete fälschlicherweise, einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von 1,2 Millionen US-Dollar erzielt zu haben und namhafte Partner zu besitzen. Ermittlungen ergaben, dass zwei getrennte Buchhaltungssysteme geführt wurden, um die finanzielle Lage des Startups gegenüber Investoren und Einwanderungsbehörden falsch darzustellen.
Der Fall markiert einen drastischen Ausgang für ein Unternehmen, das zuvor öffentlich für sein Wachstumskonzept geworben hatte. Er verdeutlicht die notwendige Sorgfaltspflicht bei der Investitionsprüfung und die strafrechtlichen Konsequenzen bei vorsätzlicher Täuschung in der Startup-Szene.