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Technologie

Gericht weist Mobilfunkbetreiber zur Prüfung der SIM-Aktivierungspraktiken an

Nach einem Fall von Identitätsmissbrauch hat das Oberste Gericht von Karnataka die Polizei angewiesen, von Mobilfunkanbietern strengere Sicherheitsvorkehrungen bei der SIM-Karten-Vergabe zu fordern.

27. Oktober 2026

Das Oberste Gericht von Karnataka hat die Polizei angewiesen, Mobilfunkbetreiber dazu zu verpflichten, ihre Verfahren zur Aktivierung von SIM-Karten zu überprüfen. Hintergrund ist ein laufendes Strafverfahren gegen einen ehemaligen Vertriebspartner, bei dem 75 SIM-Karten sichergestellt wurden, die ohne Wissen der betroffenen Kunden auf deren Namen aktiviert worden waren. Das Gericht verlangt nun von Anbietern wie Jio und Vodafone, die Überwachung ihrer Verkaufsstellen und die Verifizierung von Kundendaten zu verschärfen.

Richter Suraj Govindaraj betonte, dass eine SIM-Karte heute weit mehr als ein Kommunikationsmittel sei; sie diene als digitale Identität, die den Zugriff auf Bankkonten und sensible Dienste ermöglicht. Die Anordnung fordert die Betreiber auf, die Rückverfolgbarkeit von der Vergabe an den Vertriebspartner bis zum Verkauf zu gewährleisten und auffällige Aktivierungsmuster automatisch zu melden. Zudem sollen klare Beschwerdewege für Kunden geschaffen werden, deren Identität missbraucht wurde.

Die Entscheidung unterstreicht die systemischen Probleme bei der Betrugsbekämpfung im indischen Telekommunikationssektor. Während die Regulierungsbehörden bereits Millionen verdächtiger Anschlüsse abgeschaltet haben, zeigt der Fall, dass kriminelle Akteure gezielt Sicherheitslücken in den Vertriebsnetzwerken nutzen. Das Gerichtsurteil fordert eine stärkere präventive Verantwortung der Mobilfunkbetreiber, um den Missbrauch von Ausweisdaten durch Vermittler künftig zu verhindern.

Originalquelle: medianama.com