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Technologie

Karnataka führt Aadhaar-basierte Körperidentifizierung ein

Die Polizei von Karnataka hat ein Verfahren zur Identifizierung unbekannter Leichen mittels Aadhaar eingeführt. Eine Aadhaar-basierte Identifizierung kann erst nach Ausschöpfung anderer Methoden und einer Wartezeit von mindestens 72 Stunden beantragt werden.

11. August 2026
Karnataka führt Aadhaar-basierte Körperidentifizierung ein
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die Polizei von Karnataka hat ein neues Verfahren zur Identifizierung unbekannter Leichen durch die Nutzung der Unique Identification Authority of India (UIDAI) und des Aadhaar-Systems eingeführt. Die Behörden können eine Aadhaar-basierte Identifizierung erst dann beantragen, wenn alle anderen Methoden ausgeschöpft sind und seit der Bergung der Leiche mindestens 72 Stunden vergangen sind. Die Richtlinien zielen darauf ab, einen einheitlichen Prozess für die Dokumentation unbekannter Leichen und die Beweissicherung zu schaffen.

Gemäß dem neuen Verfahren müssen Ermittler zunächst Vermisstenregister prüfen und Informationen über die Leiche über Polizeinetzwerke verbreiten. Sie müssen auch traditionelle Identifizierungsmethoden wie Fingerabdrücke, Gesichtserkennung und DNA-Analyse anwenden sowie persönliche Gegenstände, Narben und Tätowierungen untersuchen. Nur wenn die Person nach 72 Stunden weiterhin nicht identifiziert ist, kann der ermittelnde Beamte einen begründeten Antrag auf Aadhaar-basierte Identifizierung stellen.

Anträge werden auf höherer Ebene bearbeitet und erfordern die Genehmigung des Innenministeriums der Union. Die Richtlinien verbieten Massenabfragen in der Aadhaar-Datenbank, wobei jede Anfrage sich auf einen Einzelfall beziehen und begründet werden muss. Diese Entwicklung folgt auf jahrelange Debatten über die Nutzung der Aadhaar-Datenbank zur Identifizierung von Leichen und zur Suche nach Vermissten.

Der Vorschlag für eine Aadhaar-basierte Identifizierung wurde erstmals 2018 vorgelegt, und die Angelegenheit wurde auch gerichtlich geprüft. Im Jahr 2018 lehnte der Oberste Gerichtshof eine Intervention ab, und das Karnataka High Court hat sich seitdem mit der Frage befasst. Eine ähnliche Situation ereignete sich in Gujarat, wo ein Gericht unter außergewöhnlichen Umständen eine gezielte Offenlegung von Aadhaar-Informationen zur Rückverfolgung einer vermissten Person gestattete.

Originalquelle: medianama.com