Kering: Umsatz im ersten Quartal um 10 % gesunken
Der Luxusgüterkonzern Kering verzeichnete im ersten Quartal 2024 einen Umsatzrückgang von 11 % (10 % auf vergleichbarer Basis) auf 4,5 Mrd. Euro. Verschlechtertes Marktumfeld und strategische Neuausrichtung belasten.

Der Luxusgüterkonzern Kering hat im ersten Quartal 2024 einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet. Der Konzernumsatz sankallgemein um 11 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro und auf vergleichbarer Basis um 10 Prozent. Dies ist eine Folge der Normalisierung im Luxussektor, des abgeschwächten Marktumfelds, insbesondere in China, sowie strategischer Neupositionierungen ausgewählter Häuser, allen voran Gucci.
Kering-Vorstandsvorsitzender François-Henri Pinault bezeichnete die Entwicklung als beträchtliche Verschlechterung und prognostizierte einen deutlich geringeren Betriebsgewinn für die erste Jahreshälfte. Er führte die anhaltenden Marktschwierigkeiten und die laufenden Umstrukturierungen als Gründe für die rückläufigen Umsätze an.
Besonders stark war der Umsatzrückgang bei Gucci, der auf vergleichbarer Basis 18 Prozent betrug und 2,1 Milliarden Euro erreichte. Auch Yves Saint Laurent und Bottega Veneta verzeichneten ein Umsatzminus, wenn auch in geringerem Maße. Andere Marken des Konzerns, darunter Balenciaga, Brioni und das Schmuckhaus Boucheron, zeigten jedoch Widerstandsfähigkeit oder Wachstum in bestimmten Bereichen.
Das Segment Kering Eyewear und Corporate, gestärkt durch die volle Konsolidierung der Marke Creed, meldete einen Umsatzanstieg von 9 Prozent auf vergleichbarer Basis. Dieser Bereich umfasst auch Kering Eyewear, das ebenfalls Wachstum verzeichnete.
Kering bekräftigte seine Absicht, weiterhin in die Attraktivität und exklusive Distribution seiner Marken zu investieren, um langfristiges profitables Wachstum in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld zu sichern.