Kesko steigert Gewinn im 2. Quartal durch starkes technisches Handelsgeschäft
Kesko verzeichnete im zweiten Quartal gestiegene Nettoumsätze in allen Geschäftsbereichen, wobei sich der Gewinn deutlich verbesserte, angetrieben durch eine starke Leistung im technischen Handel.

Kesko Oyj steigerte seinen Nettoumsatz im zweiten Quartal 2026 um 4,2 Prozent auf 3,38 Milliarden Euro. Der vergleichbare operative Gewinn des Unternehmens stieg auf 194 Millionen Euro, eine Steigerung von 17,3 Millionen Euro im Jahresvergleich. Dieser Anstieg wurde hauptsächlich auf den Bereich Bau- und technischer Handel zurückgeführt, der insbesondere im technischen Handel eine starke Umsatz- und Gewinnentwicklung verzeichnete.
Der Geschäftsbereich Lebensmittelhandel meldete Nettoumsätze von 1,62 Milliarden Euro bei einem vergleichbaren operativen Gewinn von 110,6 Millionen Euro. Trotz eines leichten Gewinnrückgangs stiegen die Lebensmittelumsätze von Kesko um 4,3 Prozent und übertrafen damit das geschätzte Marktwachstum von 2 Prozent. Alle K-Group-Supermarktketten gewannen Marktanteile, wobei K-Supermarket die stärksten Zuwächse verzeichnete. Die Nettoumsätze des Bereichs Bau- und technischer Handel stiegen um 14,3 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro, und der vergleichbare operative Gewinn erhöhte sich auf 71,2 Millionen Euro, maßgeblich gestützt durch den technischen Handel.
Der Nettoumsatz im Autohandel lag bei 353 Millionen Euro, unverändert gegenüber dem Vorjahr, während der vergleichbare operative Gewinn auf 18,4 Millionen Euro sank. Der Auftragsbestand für Neuwagen ist jedoch erheblich gewachsen und dürfte im zweiten Halbjahr zu Verkäufen führen. Die Umsätze und Gewinne im Sportartikelhandel blieben stabil.
Kesko gab zudem im Juni seine bisher größte Akquisition bekannt: den Kauf von Dahl-Geschäften in Schweden, Norwegen und Dänemark von Saint-Gobain für 1,2 Milliarden Euro. Dieser Schritt wird die Aktivitäten von Kesko im technischen Handel auf den stabilen nordischen Märkten voraussichtlich erheblich stärken. Die Transaktion wird voraussichtlich Anfang 2027 abgeschlossen sein. Das Unternehmen hat seine Gewinnprognose für 2026 aktualisiert und erwartet nun einen vergleichbaren operativen Gewinn zwischen 670 und 730 Millionen Euro.