KfW und pbb-Plattform CAPVERIANT kooperieren bei Kommunalfinanzierung
Die KfW und die pbb-Tochter CAPVERIANT bündeln ihre Kräfte bei der Prüfung kommunaler Finanzierungsvorhaben auf Förderfähigkeit. Die Kooperation soll den Zugang zu Krediten und die Markteffizienz verbessern.

Die staatliche Förderbank KfW und die Kommunalfinanzierungsplattform CAPVERIANT, eine Tochtergesellschaft der pbb Deutsche Pfandbriefbank (pbb), haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es, die Prüfung von Finanzierungsvorhaben für Kommunen auf Förderfähigkeit zu vereinfachen und den Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten zu erweitern.
Ab dem 7. November 2019 können Kunden von CAPVERIANT ihre Projekte auf Förderfähigkeit durch die KfW prüfen lassen. Im ersten Schritt wird das KfW-Programm IKK (Investitionskredit Kommunen) integriert, das Investitionsvorhaben von Kommunen und kommunalen Zweckverbänden unterstützt. Zukünftig sollen weitere Förderprogramme der KfW über die Plattform zugänglich gemacht werden.
Michael Spiegel, CEO von CAPVERIANT, betonte, dass die Zusammenarbeit das Serviceangebot für Kommunen erweitere und neue digitale Vertriebswege für Fördermittel eröffne. Dr. Ingrid Hengster, Mitglied des Vorstands der KfW, erklärte, dass die Kooperation den Weg von Kommunen zu passenden Förderkrediten verkürzen und die Digitalisierung des Förderangebots vorantreiben soll.
CAPVERIANT wurde im Mai 2018 gestartet, um die Markt- und Preiseffizienz im Kommunalfinanzierungsmarkt durch digitale Reichweite und Transparenz zu verbessern. Die Plattform vermittelt Angebot und Nachfrage zwischen öffentlichen Körperschaften als Kreditnehmer und institutionellen Investoren. Das derzeit auf der Plattform ausgeschriebene Volumen übersteigt 1,4 Milliarden Euro, und über 100 Kommunen sowie Investoren sind bereits zugelassen oder im Zulassungsverfahren.