KfW finanziert Vorortbahn in Bengaluru mit 500 Millionen Euro
Die KfW stellt 500 Millionen Euro für den Bau einer neuen, umweltfreundlichen Vorortbahn im indischen Bengaluru bereit. Das Projekt soll die öffentliche Mobilität verbessern und Emissionen reduzieren.

Die deutsche Entwicklungsbank KfW hat ein Darlehen von insgesamt 500 Millionen Euro für den Bau eines neuen elektrifizierten Vorortbahnnetzes in der indischen Stadt Bengaluru zugesagt. Das Projekt zielt darauf ab, den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern und die verkehrsbedingten Emissionen zu reduzieren.
Die Finanzierung, die ein Entwicklungsdarlehen von 370 Millionen Euro und ein Förderdarlehen von 130 Millionen Euro umfasst, ist für den Bau eines 149 Kilometer langen Streckennetzes mit 58 Stationen sowie zwei Depots für die Zugwartung vorgesehen. Das neue System wird voraussichtlich 1,4 Millionen Fahrgäste täglich befördern und eine effiziente Anbindung an andere Verkehrsmittel wie U-Bahn, Busse und Fernzüge ermöglichen.
Alle Bahnhöfe sollen nach den Prinzipien "grüner Gebäude" errichtet werden, mit effektiver Isolierung, Feinstaubfiltern, Abfalltrennungssystemen, nachhaltigen Baumaterialien und Solaranlagen auf den Dächern. Darüber hinaus werden Fuß- und Radwege in der Nähe der U-Bahn-Stationen ausgebaut, um den Zugang zu erleichtern.
Das Projekt soll dem wachsenden Verkehrsaufkommen und den damit verbundenen Umwelt- und Gesundheitsbelastungen in Bengaluru infolge des raschen Bevölkerungswachstums und der wirtschaftlichen Entwicklung entgegenwirken. Die Vorortbahn wird voraussichtlich die Treibhausgasemissionen erheblich senken und die Luftqualität verbessern. Die Bauarbeiten sollen 2024 beginnen und mehrere Jahre dauern, die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund zwei Milliarden Euro.