KfW startet Europäischen Wiederaufbaufonds für die Ukraine mit Partnern
Die KfW hat gemeinsam mit europäischen Partnern den Europäischen Wiederaufbaufonds für die Ukraine ins Leben gerufen. Ziel ist es, private Investitionen in den Wiederaufbau zu mobilisieren und bis Ende 2027 ein Volumen von 1 Milliarde Euro zu erreichen.

Die KfW, die deutsche Entwicklungsbank, hat gemeinsam mit europäischen Partnern den Europäischen Wiederaufbaufonds für die Ukraine gestartet. Dieser Fonds soll private Kapitalinvestitionen für den Wiederaufbau des Landes mobilisieren und wurde im Rahmen der Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine ins Leben gerufen. Die KfW hat als erster Investor Anteile gezeichnet.
Dem Konsortium gehören Regierungen aus Deutschland, Italien, Polen und Frankreich sowie deren Entwicklungsbanken, die Europäische Kommission und die Europäische Investitionsbank (EIB) an. Das Zielvolumen des Fonds liegt bis Ende 2027 bei 1 Milliarde Euro. Mit diesem Volumen sollen Investitionen in strategische Sektoren der ukrainischen Wirtschaft von bis zu 6 bis 7 Milliarden Euro ermöglicht werden.
Schwerpunkte der Investitionen liegen auf der Energieinfrastruktur, erneuerbaren Energien, industrieller Produktion und der digitalen Infrastruktur. Diese Sektoren gelten als entscheidend für die wirtschaftliche Stabilität und zukünftige Entwicklung der Ukraine und bieten europäischen Unternehmen Beteiligungsmöglichkeiten.
Der Fonds wird von Amber Infrastructure und Dragon Capital verwaltet. Öffentliche Geldgeber stellen Risikokapital und "First Loss Tranchen" zur Verfügung, um private Investoren zu entlasten. Christiane Laibach, Mitglied der KfW-Geschäftsführung, betonte, dass der Fonds als Hebel dient, um öffentliches Kapital für private Investitionen zu mobilisieren und damit dem erheblichen Finanzierungsbedarf für den Wiederaufbau der Ukraine zu begegnen.