KfW startet neue Förderangebote für Digitalisierung und Innovationen
Die KfW, gemeinsam mit dem Bundesfinanzministerium und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, hat die neuen Programme „ERP-Förderkredit Digitalisierung“ und „ERP-Förderkredit Innovation“ gestartet, um die Förderung von Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben im Mittelstand zu stärken.

Die KfW, das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) haben zum 1. Juli neue Förderprogramme für Unternehmen gestartet: den „ERP-Förderkredit Digitalisierung“ und den „ERP-Förderkredit Innovation“. Diese Kredite sollen gezielt die Digitalisierung und Innovationskraft von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie größeren Mittelständlern stärken und werden aus Mitteln des ERP-Sondervermögens refinanziert.
Die neuen Kreditangebote zeichnen sich durch eine niedrigschwellige Finanzierung ohne Mindestkreditbetrag aus, was insbesondere kleineren Betrieben Investitionen in digitale Transformation und innovative Projekte ermöglicht. Die Förderhöhe und die Zinsvergünstigungen steigen mit dem Grad der Digitalisierung oder des Innovationsgrads des jeweiligen Vorhabens, gestaffelt in drei Stufen: Basisförderung, LevelUp und HighEnd. Diese Programme ersetzen frühere Angebote wie den „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte die Bedeutung der Programme für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft: „Digitalisierung und Innovation sind die Wachstumstreiber von morgen.“ Sie hob hervor, dass die KfW mit den neuen Angeboten gezielt KMU unterstütze. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil unterstrich, dass Innovationsförderung und die Entwicklung eines starken digitalen Ökosystems essenziell für den Standort Deutschland seien.
Ein wesentliches neues Element ist der „KfW Digitalisierungs-Check“, ein kostenloses Beratungsangebot, das KMU hilft, ihren Digitalisierungsstand zu ermitteln und Potenziale zu erkennen. Für die Inanspruchnahme der Basisförderung ist der Check verpflichtend. Ergänzend können Zinsverbilligungen und ein Zuschuss von bis zu 200.000 Euro (3 % in der LevelUp-Stufe, 5 % in der HighEnd-Stufe) gewährt werden.
Die Förderkredite richten sich an Freiberufler, Einzelunternehmer sowie Unternehmen des Mittelstands mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Millionen Euro, vorausgesetzt sie haben eine Niederlassung in Deutschland. Ziel ist die Förderung von Investitionen in Hard- und Software, digitale Prozesse sowie zukunftsweisende Technologien wie künstliche Intelligenz, um die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen zu sichern.