KfW steigt erstmals als Investor in Kryptowertpapiere ein
Die Förderbank KfW hat 10 Millionen Euro in eine blockchain-basierte Pfandbrief-Anleihe investiert und damit ihr Engagement im Bereich digitaler Wertpapiere ausgebaut.

Die KfW hat erstmals in ein Kryptowertpapier investiert und damit einen weiteren Schritt in ihrer Digitalisierungsstrategie vollzogen. Die Förderbank erwarb für ihr Liquiditätsportfolio ein Volumen von 10 Millionen Euro an einem digitalen Pfandbrief der Berlin Hyp, der auf Basis des Gesetzes über elektronische Wertpapiere (eWpG) begeben wurde.
Die Abwicklung erfolgte am 25. April 2025 über die DekaBank als Market Maker und Verwahrstelle. Die KfW entschied sich dabei gegen eine direkte technische Anbindung an die Blockchain und nutzte stattdessen etablierte Zahlungssysteme. Die DekaBank übernahm dabei die Übertragung der Anleihen auf der Blockchain sowie die Verbuchung im klassischen Wertpapierdepot der KfW, was zeigt, dass auch ohne eigene Blockchain-Infrastruktur eine Teilnahme am digitalen Kapitalmarkt möglich ist.
Ziel der Investition ist es, die Liquidität am Sekundärmarkt für DLT-basierte Wertpapiere zu fördern. Die KfW sieht in der Distributed Ledger Technology langfristige Vorteile bei der Transaktionseffizienz. Die Bank plant, ihre Erfahrungen aus dieser Transaktion mit anderen Marktteilnehmern zu teilen, um die Digitalisierung des Kapitalmarktes voranzutreiben.
Nach Ansicht der KfW ist eine europäische Harmonisierung entscheidend, damit sich der noch junge Markt für digitale Wertpapiere skalieren lässt. Die KfW will ihre Rolle als Emittent und Investor weiterhin nutzen, um den Aufbau einer digitalen Finanzmarktinfrastruktur aktiv zu begleiten.