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KfW Research: Inländische Investoren zurückhaltend bei Akquisitionen deutscher KMU

Fusionen und Übernahmen bei deutschen KMU sind seit COVID-19 deutlich rückläufig. Inländische Investoren zeigen vermehrt Zurückhaltung, während ausländische Akteure weiterhin Interesse zeigen.

27. Juli 2026
KfW Research: Inländische Investoren zurückhaltend bei Akquisitionen deutscher KMU

Die Zahl der Fusionen und Übernahmen (M&A) im deutschen Mittelstand ist in den letzten Jahren spürbar gesunken. Laut KfW Research lag das Transaktionsvolumen im Zeitraum 2020 bis 2023 rund 35 % unter dem Niveau vor der COVID-19-Pandemie. Nach einem Höchststand von etwa 1.300 M&A-Deals im KMU-Sektor im Jahr 2017 fiel die Zahl 2021 auf nur 760 und verharrt seitdem auf niedrigem Niveau.

Die Analyse, die auf der Moody's Orbis M&A-Datenbank basiert, zeigt eine deutliche Veränderung im Profil der Käufer. Waren es zuvor meist inländische Unternehmen, die deutsche KMU erwarben, so ist dieser Trend seit der COVID-19-Krise umgekehrt. Der Anteil deutscher Käufer sank von 61 % im Zeitraum 2005-2019 auf 51 % (2020-2023). Gleichzeitig ist das Interesse europäischer Unternehmen an deutschen KMU gestiegen; sie sind nun in 30 % der Transaktionen involviert.

US-Investoren bleiben ein relevanter Faktor und waren 2020-2023 für etwa 9,4 % der M&A-Deals verantwortlich. Innerhalb Deutschlands zieht die produzierende Industrie mit 33,4 % der Transaktionen das größte Interesse auf sich, gefolgt von Unternehmen im Informations- und Kommunikationssektor (IKT) mit 27,6 %. Das Interesse an IKT-Unternehmen ist im Vergleich zur Vorkrisenzeit signifikant gestiegen.

Angesichts globaler Umwälzungen suchen Unternehmen nach strategischen Anpassungen, bei denen Akquisitionen eine Rolle spielen können. "Aktuelle globale Entwicklungen und Trends zwingen viele Unternehmen zu strategischen Veränderungen, die für einige radikal sein können. Akquisitionen oder Fusionen können Unternehmen im Übergang unterstützen", erklärte Dr. Juliane Gerstenberger, Senior Economist bei der KfW. Sie betonte den Rückgang des Anteils heimischer Käufer seit der Krise.

Originalquelle: kfw.de