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KfW Research: Deutschlands Gründerlandschaft wird jünger

Deutschlands Gründerlandschaft verjüngt sich weiter. Der Anteil der Gründerinnen und Gründer unter 30 Jahren lag 2025 bei 40 Prozent, während die Gesamtzahl der Gründungen, insbesondere im Nebenerwerb, stieg. Das Durchschnittsalter der Gründer sank auf 34,2 Jahre.

26. Juli 2026
KfW Research: Deutschlands Gründerlandschaft wird jünger

Die deutsche Gründerlandschaft verjüngt sich weiter. Das Durchschnittsalter der Gründerinnen und Gründer sank im Jahr 2025 auf 34,2 Jahre, leicht unter dem Vorjahreswert von 34,4 Jahren. Besonders auffällig ist der Anstieg des Anteils der unter 30-Jährigen auf 40 Prozent, was dem Rekordwert von 2024 entspricht. Zum Vergleich: Im Jahr 2002 lag dieser Anteil noch bei 30 Prozent.

Die Gründungstätigkeit insgesamt nahm 2025 zu. Rund 690.000 Existenzgründungen wurden gezählt, ein Anstieg von 585.000 im Vorjahr. Dieser Zuwachs resultierte maßgeblich aus Gründungen im Nebenerwerb, deren Zahl von 382.000 auf 483.000 stieg. Die Zahl der Vollerwerbsgründungen veränderte sich kaum und lag bei 206.000.

Der Gründergeist ist bei jungen Menschen weiterhin am stärksten ausgeprägt. Obwohl 36 Prozent der unter 30-Jährigen eine Selbstständigkeit einer Anstellung vorziehen, ist diese Präferenz im Vergleich zu früheren Jahren gesunken. Der generelle "Gründergeist" in Deutschland, also die theoretische Präferenz für eine Selbstständigkeit, hat in den letzten Jahren tendenziell abgenommen.

Personen mit Einwanderungsgeschichte gründeten überproportional häufig und machten 2025 34 Prozent der Gründerinnen und Gründer aus. Gleichzeitig erreichten digitale Angebote einen neuen Rekordwert: 44 Prozent der Neugründungen basierten auf digitalen Geschäftsmodellen. Das Durchschnittsalter der Unternehmerinnen und Unternehmer liegt bei über 54 Jahren, und ein Umdenken hin zur Übernahme bestehender Unternehmen wird als dringend notwendig erachtet.

Originalquelle: kfw.de