KfW fördert Elektrifizierung der Schwerindustrie
Die Fritz Winter Eisengießerei investiert über 23 Millionen Euro in neue elektrische Schmelzöfen, unterstützt durch die KfW mit einem Millionen-Kredit und Zuschuss.

Die Fritz Winter Eisengießerei, Deutschlands größte Eisengießerei, hat neue elektrische Duomelt-Schmelzöfen in Betrieb genommen und damit einen alten Kupolofen ersetzt, der mit Koks und Erdgas betrieben wurde. Die Investition von über 23 Millionen Euro ist europaweit einzigartig und reduziert die CO₂-Emissionen des Unternehmens um 25 Prozent. Die KfW unterstützt das Projekt mit einem Kredit von rund 16 Millionen Euro und einem Tilgungszuschuss von etwa 3,7 Millionen Euro im Rahmen des Bundesförderprogramms für Energieeffizienz.
Die neue Technologie ermöglicht einen saubereren Schmelzprozess, der sich besonders für hochfeste Gusseisenlegierungen eignet. Das Unternehmen strebt bis 2050 Klimaneutralität an und prüft auch die Produktion von Wasserstoff sowie die Nutzung von Prozesswärme für Fernwärmenetze.
Laut Unternehmensangaben verbessert die Umstellung auch die Wettbewerbsfähigkeit, da Kunden aus der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie zunehmend umweltfreundlichere Produktionsmethoden nachfragen. Das Unternehmen erwartet, dass die neue Technologie die jährlichen Energiekosten um fast 5 Millionen Euro senkt.
Die Investition in das von der KfW geförderte deutsche Unternehmen zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland auch in der Schwerindustrie zu sichern. Nach Angaben von Fritz Winter sichert die grüne Transformation Arbeitsplätze und ermöglicht langfristige Planung im Familienunternehmen.