KfW stellt Fördergeschäft neu auf – Fokus auf Inland und International
Die KfW kündigte eine Neuausrichtung ihres Fördergeschäfts in drei Dimensionen an: Inland, Ausland und interne Abläufe. Ziel ist die Stärkung des Wirtschafts- und Innovationsstandorts Deutschland.

Frankfurt am Main. Die Förderbank KfW will ihr Geschäft im Jahr 2026 neu ausrichten, um den Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland zu stärken. Die Neupositionierung erfolgt in drei zentralen Dimensionen: im Inlandsgeschäft, im Auslandsgeschäft sowie bei den internen Abläufen der Bank. Dies gab KfW-Vorstandsvorsitzender Stefan Wintels auf der Jahresauftakt-Pressekonferenz bekannt.
„Deutschland bietet viele Chancen und die KfW ist an der Seite all derer, die hier investieren“, betonte Wintels. „Wer als Investor jetzt nicht handelt, sollte das Gefühl haben, dass er eine Chance verpasst.“ Die Neuausrichtung soll Kunden schneller, unbürokratischer und wirkungsvoller unterstützen.
Im Inlandsgeschäft steht die Umsetzung des neu gestarteten Deutschlandfonds im Mittelpunkt. Dieser Fonds verfolgt einen Paradigmenwechsel hin zu einer stärker kapitalmarktnahen Finanzierung in wichtigen Zukunftsfeldern. Für 2026 sind erste Pilottransaktionen von Verbriefungen zur Unterstützung der Kreditvergabe an Mittelstand und Industrie geplant. Zudem legt die KfW neue Förderkredite für Energieversorgungsunternehmen auf und stellt Startup- und Scale-up-Unternehmen im Rahmen des „Zukunftsfonds II“ zusätzliche Mittel zur Verfügung, insbesondere für DeepTech, BioTech und die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.
Im internationalen Geschäft reagiert die KfW auf globale Herausforderungen mit einer stärkeren Orientierung an deutschen und europäischen Interessen, insbesondere im Bereich der geostrategischen Infrastruktur und der Unterstützung der deutschen Wirtschaft in aufstrebenden Märkten. Die KfW Entwicklungsbank will Haushaltsmittel effizienter einsetzen, vor allem zur Unterstützung sehr armer und fragiler Länder. Die KfW IPEX-Bank prüft zudem strategische Wachstumsfelder im Export- und Projektfinanzierungsgeschäft.
Darüber hinaus stellt die KfW ihre klassischen Wohnraumförderprogramme neu auf. Künftig sollen alle entsprechenden Produkte in zwei Basisprogrammen gebündelt werden: eines für den Neubau und eines für Bestand und Modernisierung. Dies soll die Zugänglichkeit und Planbarkeit der Förderung für Kunden verbessern.