Kiel: Tatverdächtiger nach Steinwurf auf Polizeiauto in Untersuchungshaft
Ein Mann befindet sich seit Freitag in Untersuchungshaft. Er steht im Verdacht, einen versuchten Mord begangen zu haben, indem er einen Stein auf ein Polizeifahrzeug warf. Eine Beamtin wurde bei dem Vorfall verletzt.

Die Ermittlungen im Fall des Steinwurfs auf ein Polizeiauto in Kiel haben zu einer Festnahme geführt. Ein Mann wurde am Freitag dem Haftrichter vorgeführt und befindet sich nun in Untersuchungshaft.
Dem Tatverdächtigen wird unter anderem versuchter Mord vorgeworfen. Er soll einen Pflasterstein auf die Frontscheibe eines Streifenwagens geworfen haben, wobei eine Beamtin verletzt wurde. Ihr Kollege blieb unverletzt. Die Beamten waren zu einer Ruhestörung gerufen worden, als der Angriff erfolgte.
Im Zuge der Ermittlungen fanden die Beamten heraus, dass der Verdächtige mutmaßlich auch im "erheblichen Umfang" mit Betäubungsmitteln gehandelt haben soll. "Das war eine Feststellung, die sich im Rahmen der Ermittlungen ergeben hat", sagte eine Polizeisprecherin.
Zuvor hatte die Polizei bereits DNA-Spuren gesichert, die von einem Balkon eines Hochhauses im Stadtteil Mettenhof stammen sollen. Diesbezüglich hatten die Beamten im Vorfeld Speichelproben der Bewohner gesammelt, um diese abzugleichen. Der Steinwurf ereignete sich Anfang Juni.